2024 rief die Stadt Wien zum Anlass des 150. Geburtstags Arnold Schönbergs den Arnold-Schönberg-Preis ins Leben. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt herausragende Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik, deren künstlerisches Schaffen maßgeblich zur Bedeutung Wiens als lebendigen Musikstandort beiträgt. Die diesjährige Preisträgerin ist Mirela Ivičević.
Preisträgerin Mirela Ivičević
Mirela Ivičević ist Komponistin und Klangkünstlerin. Im Zentrum ihrer Arbeit steht das subversive Potenzial des Klangs: Aus Fragmenten des Alltags entwickelt sie "sonic fictions", die sich zwischen Erinnerung und Traum bewegen und Fragen von Identität, Freiheit und Koexistenz verhandeln.
Geboren in Split, studierte sie Komposition in Zagreb, Graz und Wien. Sie ist Mitbegründerin des Wiener Black Page Orchestra und derzeit künstlerische Leiterin der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik. Ihr vielfältiges Schaffen umfasst akustische, elektroakustische und intermediale Kompositionen, Klanginstallationen sowie Musik für Film, Theater und Oper.
Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Erste Bank Kompositionspreis des Klangforum Wien (2019), dem Komponist:innen-Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung (2020) und dem Belmont-Preis (2025). 2022 erschien ihr Debütalbum Scarlet Songs bei KAIROS.


