
Am 3. Juni 2026 legte der Wiener Patient*innenanwalt, Dr. Gerhard Jelinek, den Bericht der Wiener Heimkommission für das Jahr 2025 vor.
Als Leiter der Wiener Heimkommission, deren Aufgabe die Kontrolle der Einhaltung der Bewohnerrechte und Pflegestandards in den fast 90 Wiener Wohn- und Pflegeheimen ist, und die im Bedarfsfall Meldung an die Abteilung Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40) als Aufsichtsbehörde macht, sieht der Pflege- und Patient*innenanwalt hier deutliche Problembereiche: Eine noch immer lückenhafte Datengrundlage zu Demenz unter den Heimbewohner*innen, was einer vorausschauenden, datenbasierten Demenzstrategie zur Entlastung der Häuser entgegenstehe.
"Immer weniger Häuser verfügen über eine ständige, ärztliche Betreuung vor Ort", nennt Jelinek eine weitere bedenkliche Entwicklung. Dadurch müssten dringend behandlungsbedürftige Bewohner*innen oft mit der Rettung ins Spital gebracht werden. Und wie im gesamten Gesundheits- und Pflegesystem kämpften auch die Wohn- und Pflegeheime schon jetzt mit Personalengpässen, während gleichzeitig der Bedarf an Personal in den kommenden Jahren deutlich ansteigen werde.