Leitlinie bei lebensmittelbedingten Erkrankungen

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Die Landessanitätsdirektion Wien hat eine evidenzbasierte Leitlinie für das behördliche Vorgehen bei lebensmittelbedingten Erkrankungen mit Expertinnen und Experten aus der Infektiologie, Epidemiologie und Hygiene erarbeitet.

Die Leitlinie geht auf die Eigenschaften der Erreger Salmonellen und Campylobacter sowie auf die epidemiologischen Aspekte ein und beschreibt die erforderlichen Schutzmaßnahmen in ausgewählten Bereichen wie Gemeinschaftseinrichtungen, medizinischen Einrichtungen oder dem Lebensmittelbereich. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass bakterielle Durchfallerkrankungen ausgelöst durch Campylobacter und Salmonellen vorwiegend über kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten und bei Einhaltung von allgemein gültigen Hygienestandards nur in der symptomatischen Phase von Bedeutung.

Die Leitlinie führt unter anderem zu einer Änderung bei dem Nachweis der Ansteckungsfähigkeit. So können etwa Kinder bei einer nachgewiesenen Salmonellen- oder Campylobacterinfektion 48 Stunden nach Abklingen der akuten Krankheitserscheinungen wieder uneingeschränkt die Gemeinschaftseinrichtung besuchen. Eine Stuhlabgabe ist nicht mehr erforderlich. Bei Personal in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen mit Tätigkeit bei der Essenszubereitung und Personal im Lebensmittelbereich bestehen spezifische Vorkehrungen mit Fernhaltung vom Einsatzbereich - etwa bei Salmonellen bis zum Vorliegen von zwei negativen Stuhlproben.

Downloads

  • Leitlinie bei lebensmittelbedingten Erkrankungen Teil 1: 2 MB PDF
  • Merkblatt Hygiene bei Durchfall: 495 KB PDF
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