Sozialberatungsstelle für Sexuelle Gesundheit - Beratung und Betreuung für Menschen in der Prostitution

Aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist der persönliche KundInnen-Kontakt nur nach Terminvereinbarung möglich. Bitte nehmen Sie dennoch, wenn möglich, die telefonische Beratung in Anspruch. Rufen Sie bitte unter +43 1 4000-87796 an oder senden Sie eine E-Mail an sozialberatung-prostitution@ma15.wien.gv.at und vereinbaren Sie einen Termin. Bitte beachten Sie die Abstands- und Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden.

Das Team der Sozialberatungsstelle bietet:

Psychosoziale Telefonberatung bei persönlichen Krisen (Gewalt, Schwangerschaftskonflikt, Trennung et cetera)

Telefonische Abklärungsgespräche bezüglich der beruflichen Situation als Sexarbeiterin oder Sexarbeiter

Unterstützung beim Verfassen von amtlichen sowie anderen Schreiben (Ausfüllhilfe bei Anträgen; Verfassen von Ratenvereinbarungen et cetera)

Vermittlung von externen Hilfs- und Unterstützungsangeboten

Achten Sie auf Ihre Gesundheit - die gegen die Verbreitung des Coronavirus empfohlenen Verhaltensmaßnahmen, zum Beispiel keine Hände zu schütteln oder bei sozialen Kontakten Distanz zu halten, lassen eigentlich keine persönliche Sexarbeit zu, wenn Sie gesund bleiben wollen. Sie können aber Ihre Dienstleistungen per Sex-Cam oder Telefon-Sex anbieten.

Information in English

Das Team der Sozialberatungsstelle bietet vertrauliche und kostenlose sozialarbeiterische Beratung und Begleitung für Personen, die sexuelle Dienstleistungen erbringen, sowie für andere Zielgruppen, die in diesem Arbeitsbereich aktiv sind.

Diplom-Sozialarbeiterinnen und Diplom-Sozialarbeiter

Roter Regenschirm auf Kopfsteinpflaster

Der Gesundheitsdienst (MA 15) mit seinen professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verfügt im Sozialbereich über viel Erfahrung und Kompetenz. Durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen, gemeinnützigen Einrichtungen sowie privaten Initiativen wird Wissen angewandt und laufend erweitert.

Angebotsleistungen im Überblick

Alle Angebote der Beratungsstelle sind kostenlos, alle Gespräche sind vertraulich und auf Wunsch auch anonym.

Die Sozialberatungsstelle berät zu folgenden Themenbereichen:

  • Orientierungsberatung - erste wichtige Informationen zur Sexarbeit
  • Sicheres Arbeiten - Safer Sex, Verhütung, Gewalt, Zwang et cetera
  • Rechtliche und finanzielle Informationen - Sozialversicherung, Steuer, Schulden et cetera
  • Persönliche Themen - Schwangerschaft, Krisen, Sucht, Ängste und Sorgen et cetera
  • Erarbeitung von Zukunftsperspektiven

Sozialarbeit konkret

Sozialarbeit geschieht durch:

  • Existenzsicherung (Rechts- und Finanzinformationen, Sozial- und Krankenversicherung et cetera)
  • Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Straf-Einsprüchen sowie Anträgen
  • Begleitung zu Ämtern und Behörden zum Aufbau eines helfenden Netzwerkes
  • Unterstützung zur Integration (Arbeit, Wohnung, Ausbildung et cetera)
  • Vermittlung zu anderen qualifizierten Institutionen
  • Krisenintervention und psychosoziale Beratung

start-up Informationsgespräch als Teil der Orientierungsberatung

Die Beratung ist laut Prostitutionsverordnung (198.) ein verpflichtendes Aufklärungs- und Informationsgespräch bezüglich legaler Sexarbeit und beinhaltet unter anderem folgende Themen:

  • Anmeldebescheinigung der Abteilung Einwanderung und Staatsbürgerschaft (MA 35)
  • Die Verpflichtung der "opting-in"-Versicherung bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA). Diese Versicherung umfasst Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sowie eine Selbstständigenvorsorge.
  • Steuerrechtliche Belange beim Finanzamt
  • Sicheres Arbeiten (legale Gesetzgebung)
  • Safer-Sex-Aufklärung und Kondomverteilung

Arbeitsweise

  • Information und Beratung zu sozialen, rechtlichen und gesundheitlichen Fragen - persönlich, per Telefon oder per E-Mail
  • Informationen und Beratung auch am Arbeitsmarkt (im Rahmen der aufsuchenden Sozialarbeit/ Streetwork ).
  • Beratung, Begleitung und Betreuung werden von examinierten Fachkräften angeboten.
  • Beratung und Begleitung sind kostenlos zugänglich sowie vertraulich. Die Klientinnen und Klienten entscheiden sich freiwillig und aus eigener Motivation für dieses Angebot.
  • Soziale Inklusion: Das bedeutet Unterstützung, um Leistungen in Anspruch zu nehmen, die die verschiedenen (psycho)sozialen Hilfssysteme bieten, um damit eine aktive Teilhabe zu ermöglichen.

Weiterführende Informationen

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