Vorsorgevollmacht

Mit dieser Vollmacht können Sie festlegen, wer bestimmte Angelegenheiten übernehmen soll, wenn Sie dazu - zum Beispiel aufgrund von länger andauernder Bewusstlosigkeit oder Demenz - nicht fähig sind.

Eine jüngere und eine ältere Dame sitzen an einem Tisch.

So können Sie zum Beispiel bestimmen, wer im Ernstfall Wohnungsmietangelegenheiten oder Entscheidungen über medizinische Behandlungen für Sie regeln soll.

Legen Sie keine Bevollmächtigten fest, so wird vom Pflegschaftsgericht eine Sachwalterin oder ein Sachwalter bestellt, sollten Sie nicht mehr entscheidungsfähig sein.

Sachwalterschaft


Die Vorsorgevollmacht kann folgende Angelegenheiten umfassen:

  • Vertretung vor Behörden und Gerichten
  • Wohnungs- und Aufenthaltsangelegenheiten, zum Beispiel Umzug in eine behindertengerechte Wohnung oder ein Senioren-/Pflegeheim
  • Gesundheitsangelegenheiten
  • Finanzielle und Vermögensangelegenheiten, zum Beispiel Verfügung über Liegenschaften und Sparguthaben et cetera

Ist die Vollmacht so weitreichend, dass die oder der Vorsorgebevollmächtigte rechtlich wirksam auch

  • in schwere medizinische Behandlungen einwilligen,
  • über dauerhafte Änderungen des Wohnortes entscheiden und/oder
  • außerordentliche finanzielle und Vermögensangelegenheiten besorgen

können soll, muss von Gesetzes wegen die Errichtung vor einer Notarin beziehungsweise einem Notar, einer Rechtsanwältin beziehungsweise einem Rechtsanwalt oder bei Gericht erfolgen.

Für die Errichtung einer Vorsorgevollmacht steht auch ein Formular zur Verfügung:

Formular herunterladen (196 KB PDF)

Beratung bei der WPPA

Eine Vorsorgevollmacht muss gut überlegt werden und soll nicht im Schnellverfahren erstellt werden. Besprechen Sie Ihre Vorsorgevollmacht sowohl mit Expertinnen und Experten als auch mit den Ihnen nahestehenden Menschen.

Für Fragen stehen Ihnen die Juristinnen und Juristen der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft zur Verfügung.

Gesetzliche Grundlagen

Die Vorsorgevollmacht ist gesetzlich im Sachwalterrechts-Änderungsgesetz 2006 (Bundesgesetzblatt Nr. 92/2006) geregelt.

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Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft
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