Schulbesuchsgenehmigungen für allgemein bildende Pflichtschulen in Wien

Gemäß Wiener Schulgesetz können Kinder und Jugendliche aus den Bundesländern eine Pflichtschule in Wien besuchen. Dafür sind spezielle Voraussetzungen zu erfüllen und im Vorfeld zu klären.

Grundvoraussetzung für eine Schulbesuchsgenehmigung in Wien ist ein freier Schulplatz an der jeweiligen allgemein bildenden Pflichtschule.

Die Leiterinnen und Leiter der Schulen können detaillierte Informationen zur Beantragung einer Schulbesuchsgenehmigung geben und stellen die notwendigen Formulare zur Verfügung. Es empfiehlt sich daher im Vorfeld einen Termin mit der Schulleitung zu vereinbaren um die Rahmenbedingungen für eine Anmeldung zu besprechen und ein persönliches Kennenlernen zu ermöglichen.

Eine weitere grundlegende Voraussetzung für den Schulbesuch in Wien, ist die Vorlage der sogenannten Verpflichtungserklärung. Dieses Formular wird an der Wunschschule ausgehändigt und muss von der Bürgermeisterin beziehungsweise dem Bürgermeister der Hauptwohnsitzgemeinde unterschrieben werden.

Mit dieser Verpflichtungserklärung bestätigt die Hauptwohnsitzgemeinde jährlich einen Schulkostenbeitrag an die Stadt Wien zu zahlen. Mit der Abgabe der unterschriebenen Erklärung bei der jeweiligen Schulleitung kann die Schülerin beziehungsweise der Schüler an der Wunschschule aufgenommen werden.

Damit eine Einschreibung in der gewünschten Schule ermöglicht werden kann, müssen sämtliche Formalitäten bis zum Ende der Schuleinschreibung abgeschlossen und vorhanden sein. Eine Aufnahme ohne Verpflichtungserklärung ist nicht möglich. Es wird daher empfohlen so früh wie möglich einen Termin mit der jeweiligen Schulleitung zu vereinbaren und einen möglichen Schulbesuch zu besprechen.


Schulbesuchsgenehmigungen für Wiener Berufsschulen

Für Lehrlinge aus den Bundesländern gibt es ebenfalls die Möglichkeit ihre Ausbildung in einer Berufsschule in Wien zu absolvieren. Die dafür erforderlichen Voraussetzungen sind:

Voraussetzungen

Der Lehrling beziehungsweise der Lehrbetrieb muss folgende Unterlagen an die zuständige Wiener Berufsschule übermitteln:

  • Ausreichend vorhandener Schulplatz an der jeweiligen Berufsschule
  • Zustimmung des Lehrbetriebs
  • Genehmigung der Landesregierung des Bundeslandes, in dem sich der Ausbildungsstandort befindet
  • von der Bürgermeisterin beziehungsweise vom Bürgermeister des Ausbildungsstandortes unterschriebene Verpflichtungserklärung
  • Aufnahmeansuchen

Lehrlinge erhalten alle notwendigen Formulare direkt von der zuständigen Wiener Berufsschule. Die Unterlagen müssen im Vorfeld organisiert und an der zuständigen Wiener Berufsschule abgegeben werden. Mit der unterschriebenen Verpflichtungserklärung wird der Gemeinde des Ausbildungsstandortes jährlich ein Schulkostenbeitrag von der Stadt Wien verrechnet.

Damit eine Aufnahme in der gewünschten Berufsschule möglich ist, müssen sämtliche Formalitäten bis spätestens vor Beginn des Berufsschulbesuchs abgeschlossen und vorhanden sein.

Generell von dieser Regelung ausgenommen sind jene Lehrlinge, bei denen die Ausbildung nur in einem einzigen Bundesland angeboten wird beziehungsweise wo Lehrlinge verpflichtend in einem anderen Bundesland die Ausbildung absolvieren müssen. Für diese speziellen Fälle gibt es eine Ländervereinbarung, die die örtliche Zuständigkeit des Berufsschulbesuchs regelt.

Aufenthalt in Wiener Jugendwohnhäusern

Lehrlinge aus den Bundesländern, die aufgrund der Ländervereinbarung eine Wiener Berufsschule besuchen, können bei Bedarf in einem Jugendwohnhaus des Kuratoriums Wiener Jugendwohnhäuser untergebracht, verpflegt und betreut werden.

Die Anmeldung wird von der zuständigen Berufsschule entgegengenommen und weitergeleitet. Die Gesamtkosten für die Unterbringung werden aufgeteilt. Ein Teilbetrag der entstehenden Heimkosten ist grundsätzlich vom Lehrling zu tragen, den verbleibenden Teil übernimmt die Stadt Wien als freiwillige soziale Leistung

Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Schulen (Magistratsabteilung 56)
Kontaktformular