Arbeitsmöglichkeiten vor Ablegung der Nostrifikationsprüfungen im Bereich der gehobenen Gesundheits- und Krankenpflege - Antrag

Allgemeine Informationen

Die Arbeitsmöglichkeit vor Ablegung der Nostrifikationsprüfungen im Bereich der gehobenen Gesundheits- und Krankenpflege muss gesondert beantragt werden.

Voraussetzungen

Diese Bewilligung nach § 34 Abs. 1 Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) wird für ein Jahr ausgestellt und kann um ein Jahr verlängert werden.

Die Bewilligung muss unter Bedachtnahme auf die Kenntnisse und Fertigkeiten, die in der Ausbildung vermittelt worden sind, erteilt werden. Fehlendes Wissen in grundlegenden berufsspezifischen Fächern oder mangelnde Kenntnisse der deutschen Sprache schließen eine Tätigkeit zu Fortbildungszwecken aus.

Die Bewilligung ist auf die Ausübung einer nachfolgenden Tätigkeit beschränkt:

  • An einer bestimmten Krankenanstalt
  • An einer bestimmten sonstigen, unter ärztlicher oder pflegerischer Leitung oder Aufsicht stehenden Einrichtung, die der Vorbeugung, Feststellung oder Heilung von Krankheiten oder der Betreuung pflegebedürftiger Menschen dient
  • Bei bestimmten freiberuflich tätigen Ärztinnen und Ärzten

Krankenanstalten, Einrichtungen oder Ärztinnen und Ärzte müssen nachweisen, dass

  • sie über fachliche Einrichtungen und Ausstattungen, die das Erreichen des Fortbildungszieles gewährleisten, verfügen
  • für eine kontinuierliche fachspezifische Anleitung und Aufsicht mindestens eine Angehörige bzw. ein Angehöriger des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege, die bzw. der die notwendige Berufserfahrung sowie die fachliche und pädagogische Eignung besitzt, in einem Dienst- oder anderen Vertragsverhältnis zu dieser Einrichtung steht.

Fristen und Termine

Keine

Zuständige Stelle

Für die Bearbeitung des Antrags ist jene Behörde zuständig, in dessen örtlichen Zuständigkeitsbereich der künftige Arbeitsplatz fällt.

Ist der zukünftige Arbeitsplatz in Wien:
Amt der Wiener Landesregierung

Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40)
3., Thomas-Klestil-Platz 8/2
Telefon: +43 1 4000-40824, -40825
Fax: +43 1 4000-99-40809
E-Mail: post@ma40.wien.gv.at

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr (Bitte am Schalter der MA 40 im Erdgeschoß anmelden.)

Befindet sich der künftige Arbeitsplatz in einem anderen österreichischen Bundesland:
Zuständiges Amt der Landesregierung

Erforderliche Unterlagen

Persönliche Unterlagen

  • Persönlich unterschriebener Antrag
  • Bestätigung (künftiger) DienstgeberInnen
  • Abschlusszeugnis oder Diplom einer staatlich anerkannten Krankenpflegeausbildung
  • Detaillierter Lehrplan, aus dem die Dauer der Ausbildung sowie die, auf die einzelnen Unterrichtsfächer entfallenden Lehrstunden, aufgeschlüsselt nach Theorie und Praxis, zu ersehen sind (Index)
  • Nachweis über bisherige fachspezifische Berufstätigkeit
  • Maturazeugnis (sofern die Matura ein Erfordernis für Krankenpflegeausbildung war)
  • Heiratsurkunde oder andere Urkunden, falls der derzeitige Name nicht mit jenem auf dem Diplom oder Zeugnis übereinstimmt
  • Übersetzungen aller Urkunden von gerichtlich beeideten Sachverständigen (Dolmetscherin oder Dolmetscher) aus Österreich, einem EU-Land oder aus dem EWR (Nicht erforderlich: Bei englischsprachigen Unterlagen)
  • Registrierung als diplomierte Krankenpflegerin bzw. als diplomierter Krankenpfleger (sofern in der Heimat vorgesehen)
  • In Deutsch verfasster Lebenslauf
  • Reisepass

Alle Urkunden müssen im Original bzw. in gerichtlich oder notariell beglaubigter Fotokopie vorgelegt werden.

Beglaubigung
Sofern es kein zwischenstaatliches Abkommen oder internationale Verträge zwischen Österreich und dem Land in dem die Ausbildung absolviert wurde gibt, müssen die im Nostrifikationsverfahren vorgelegten Urkunden beglaubigt werden.

Die Echtheit der Unterlagen muss sowohl vom Herkunftsstaat innerstaatlich beglaubigt und durch die zuständige österreichische Vertretungsbehörde (Botschaft, Konsulat) letztbeglaubigt werden.

Die meisten Länder Europas benötigen keine Beglaubigung der Unterlagen. Auch mit vielen Ländern außerhalb Europas gibt es bilaterale Abkommen. Auskünfte, ob Sie Ihre Ausbildungsunterlagen beglaubigen lassen müssen, erteilt die nächste österreichische Vertretungsbehörde.

Kosten und Zahlung

Die Gebühren in Höhe von zirka 200 Euro bis 250 Euro werden mit Zahlungsanweisung vorgeschrieben. Die Zahlungsanweisung erhält man mit dem Bescheid.

Rechnungen und Zahlungen
Ansprechpartnerin in Zahlungsfragen ist die MA 6 - Buchhaltungsabteilung 40.

Formular

Zusätzliche Informationen

Achtung: Diese Bewilligung ersetzt nicht die nach den Bestimmungen des Arbeitsmarktservice erforderliche Beschäftigungsbewilligung.

Arbeitsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich vor Ablegung der Nostrifikationsprüfungen

Rechtliche Grundlage: § 34 Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG)

Homepage: Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht

Verantwortlich für diese Seite:
Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (Magistratsabteilung 40)
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