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Bewilligung zur Betreuung von Tageskindern (Tagesmutter oder Tagesvater) - Antrag

English version

Allgemeine Informationen

Tagesmütter oder Tagesväter sind Personen, die ein oder mehrere Minderjährige (Tageskinder) bis zum vollendeten 16. Lebensjahr (Kleinkinder, Vorschulkinder und/oder Schulkinder) regelmäßig und entgeltlich für einen Teil des Tages individuell im eigenen Haushalt betreuen und erziehen.

Für die Betreuung von Tageskindern ist eine Bewilligung durch die Kinder- und Jugendhilfe erforderlich.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

  • Tagesmütter oder Tagesväter müssen eigenberechtigt und persönlich geeignet sein sowie entsprechende Lebens- und Wohnverhältnisse aufweisen.
  • Bei Tagesmüttern oder Tagesvätern und mit ihnen in Wohngemeinschaft lebenden Personen dürfen folgende Umstände nicht vorliegen:
    • Körperliche oder psychische Erkrankungen
    • Geistige Behinderung oder Sucht
    • Gerichtliche Verurteilungen wegen Handlungen, die das Wohl des Tageskindes gefährden könnten.
    • Betreuungsmängel bei leiblichen Kindern, Wahl- oder Stiefkindern
    • Sonstige Gründe, die geeignet sind, das Wohl des Tageskindes zu gefährden.
    • Hinweis: Im Zuge des Bewilligungsverfahrens wird von der Kinder- und Jugendhilfe von allen erwachsenen Haushaltsangehörigen bei der Bundespolizeidirektion Wien ein Auszug aus dem Strafregister und eine Sonderauskunft nach § 9a Strafregistergesetz (Sexualstraftäterdatei) eingeholt. Es erfolgen eine Anfrage an die Regionalstelle der Kinder- und Jugendhilfe - Soziale Arbeit mit Familien im Wohnbezirk und eine Meldeabfrage.
  • Tagesmütter oder Tagesväter verpflichten sich zu einer Erziehungspraxis ohne Anwendung von seelischer und körperlicher Gewalt.
  • Von Tagesmüttern oder Tagesvätern wird erwartet, dass sie verantwortungsbewusst handeln, sich kommunikativ verhalten und mit Konflikten umgehen können. Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Eltern von Tageskindern.
  • Tagesmütter oder Tagesväter sollen wissen, wie sich ein Kind seelisch und körperlich gesund entwickelt und wie es gefördert werden kann. Die Arbeit mit Kindern soll ihnen Freude machen.
  • Wie viele Tageskinder in einer Familie gleichzeitig betreut werden können, hängt auch von der Zahl, dem Alter und den Bedürfnissen der eigenen Kinder ab. Eine Tagesmutter oder ein Tagesvater darf einschließlich der eigenen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr höchstens fünf Kinder gleichzeitig betreuen.
  • Tagesmütter oder Tagesväter müssen vor Aufnahme ihrer Tätigkeit die Absolvierung einer Ausbildung nachweisen.

Fristen und Termine

Keine

Zuständige Stelle

Kinder- und Jugendhilfe
Gruppe Recht - Referat Kindertagesbetreuung
3., Rüdengasse 11
Telefon: +43 1 4000-90923 oder -90737
Fax: +43 1 4000-99-90739
E-Mail: g-gra@ma11.wien.gv.at

Telefon: +43 1 4000-90738 und -90759

Telefonische Auskünfte: 7.30 bis 15.30 Uhr

Authentifizierung/Signatur

Eine Authentifizierung oder Unterfertigung des Antrags ist nicht vorgesehen.

Erforderliche Unterlagen

Der Antrag auf Erteilung einer Bewilligung zur Betreuung von Tageskindern muss Folgendes enthalten:

  • Angaben über die persönliche Eignung und die erforderliche Ausbildung
  • Angaben über die Eigentums- und sonstigen Rechtsverhältnisse an den in Betracht kommenden Räumlichkeiten des eigenen Haushalts sowie eine Beschreibung der Lage, der Größe und der Ausstattung der Räumlichkeiten
  • Angaben über die beabsichtigte Anzahl und das Alter der Tageskinder, die Raumnutzung und die zur Verfügung stehenden Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten

Dem Antrag muss Folgendes verpflichtend beigelegt werden:

Weitere im Laufe des Bewilligungsverfahrens erforderliche Dokumente:

  • Geburtsurkunden von allen Haushaltsangehörigen
  • Staatsbürgerschaftsnachweise von allen Haushaltsangehörigen
  • Heiratsurkunde(n)
  • Gegebenenfalls Scheidungsurteil(e)
  • Ausführlicher Lebenslauf mit Foto: 200 KB PDF
  • Nachweis über die Absolvierung der Ausbildung gemäß § 4 Abs. 1, 2 und 2a Wiener Tagesbetreuungsverordnung 2016
  • Gegebenenfalls Nachweise über weitere berufliche Qualifikationen und/oder Arbeitsbestätigungen
  • Ärztliche Bestätigung von allen erwachsenen Haushaltsangehörigen: 1 MB PDF
  • Im Einzelfall und für Nicht-EU-Bürgerinnen und Bürger können weitere Dokumente erforderlich sein, wie z. B. eine Niederlassungsbewilligung.

Hinweis

Im Zuge des Bewilligungsverfahrens wird von der Kinder- und Jugendhilfe von allen strafmündigen Haushaltsangehörigen bei der Bundespolizeidirektion Wien ein Auszug aus dem Strafregister und eine Sonderauskunft nach § 9a Strafregistergesetz (Sexualstraftäterdatei), eingeholt. Es erfolgen eine Anfrage an die Regionalstelle der Kinder- und Jugendhilfe - Soziale Arbeit mit Familien im Wohnbezirk und eine Meldeabfrage.

Einverständniserklärung für die Strafregisterabfrage von allen erwachsenen Haushaltsangehörigen: 450 KB PDF

Art und Format der vorzulegenden Nachweise:
Nähere Informationen zum Einbringen von Unterlagen finden Sie hier: Die Stadt Wien elektronisch kontaktieren

Kosten und Zahlung

Der Antrag ist gebührenfrei.

Formular

Online-Formular: Bewilligung zur Betreuung von Tageskindern (Tagesmutter oder Tagesvater) - Antrag

Weitere Formulare zum Herunterladen und Ausfüllen:

Zusätzliche Informationen

Zur Abklärung und als Entscheidungshilfe wird empfohlen, vor der schriftlichen Antragstellung einen Termin für ein persönliches Informationsgespräch zu vereinbaren. Im Zuge des Bewilligungsverfahrens finden zumindest ein weiteres Gespräch und ein Hausbesuch statt.

Weitere und ausführliche Informationen in den Leitfäden:

Weitere Informationen über Tagesmütter und Tagesväter

Rechtliche Grundlagen:

Rechtsbehelfe

Gegen einen Bescheid ist eine Beschwerde zulässig. Die Beschwerde ist binnen 4 Wochen bei der Behörde schriftlich einzubringen, die den Bescheid erlassen hat. Die Frist beginnt mit der erfolgten Zustellung der schriftlichen Ausfertigung bzw. im Fall der mündlichen Verkündung mit dieser.

Die Beschwerde hat weiters den Bescheid zu bezeichnen, gegen den sie sich richtet, sowie die belangte Behörde, die Gründe, auf die sich die Behauptung der Rechtswidrigkeit stützt, das Begehren sowie die Angaben, die erforderlich sind, um zu beurteilen, ob die Beschwerde rechtzeitig eingebracht ist, zu enthalten. Eine Beschwerde ist nicht mehr zulässig, wenn nach der Zustellung oder Verkündung des Bescheids von der Partei ausdrücklich auf die Beschwerde verzichtet wurde.

Im Übrigen enthält jeder Bescheid eine Rechtsmittelbelehrung, die die Information enthält, bei welcher Behörde und innerhalb welcher Frist das Rechtsmittel eingebracht werden muss.

Hilfs- und Problemlösungsdienst

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Letzte Aktualisierung

12. Dezember 2020

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