Behindertengerechter Umbau - Förderungsantrag

Allgemeine Informationen

Gemäß den Bestimmungen des Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetzes (WWFSG 1989) und der dazu ergangenen Sanierungsverordnung vergibt die Stadt Wien im Rahmen der Wohnungsverbesserung Förderungen für den behindertengerechter Umbau.

Voraussetzungen

Folgende Personen können eine Förderung erhalten:

  • MieterInnen von Wohnungen
  • EigentümerInnen von Wohnungen
  • InhaberInnen von Eigenheimen oder Kleingartenwohnhäusern

Wesentliche Förderungsvoraussetzungen:

  • FörderungswerberInnen bzw. die behinderte Person muss den Hauptwohnsitz in der zu sanierenden Wohnung führen.
  • Nutzfläche der Wohnung, des Eigenheimes, des Kleingartenwohnhauses: 22 bis maximal 150 Quadratmeter. Handelt es sich um ein Zweifamilienhaus muss die Nutzfläche von zumindest einer Wohnung dem vorgehend angegebenem Ausmaß entsprechen.

Förderbare Sanierungsmaßnahmen:

Durchführung von Maßnahmen, die den Wohnbedürfnissen von behinderten Menschen dienen, wie z. B. behindertengerechten Umbau von Sanitärräumen, Treppenliften, Türverbreiterungen usw.

Fachspezifische Beratung: Kompetenzstelle für barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen in Wien

Hinweis: Eigenleistungen und bloße Materialkosten werden nicht anerkannt.

Fristen und Termine

Die Förderungsstelle empfiehlt dringend, den Förderungsantrag vor Beginn der Arbeiten mit Kostenangeboten anlässlich eines persönlichen Beratungsgesprächs im Infopoint für Wohnungsverbesserung zu stellen.

Zum Zeitpunkt der Antragstellung dürfen Rechnungen nur ein Rechnungsdatum bis längstens sechs Monate vor Antragstellung aufweisen.

Zuständige Stelle

Informations- und Einreichstellen

Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (MA 50)
20., Maria-Restituta-Platz 1, 6. Stock im Infopoint
Telefon: +43 1 4000-74860
Fax: +43 1 4000-99-74879
E-Mail: wv@ma50.wien.gv.at
Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr

Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser (MA 25)
20., Maria-Restituta-Platz 1, 6. Stock im Infopoint
Telefon: +43 1 4000-74860

Kompetenzstelle barrierefreies Planen, Bauen und Wohnen in Wien

Verfahrensablauf

Bau- bzw. Abrechnungsvorgang

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis der Behinderung:
    • Die Behinderung muss glaubhaft nachgewiesen werden (z. B. durch die Kopie des Behindertenausweises oder Pflegegeldbestätigung ab Stufe 3)
  • Die Zustimmung der Hausverwaltung bzw. der HauseigentümerInnen ist erforderlich:
    • Bei Mietwohnungen und Genossenschaftswohnungen: Erklärung der VermieterInnen (Formular kann heruntergeladen werden)
    • Bei Mietwohnungen in Städtischen Wohnhäusern (Gemeindebauten): Zustimmungserklärung von Wiener Wohnen für Sanierungsarbeiten im Sinne des WWFSG 1989
    • Bei Eigentumswohnungen bzw. Eigenheimen: Auszug aus dem Grundbuch als Nachweis des Eigentums
    • Bei Kleingartenwohnhäusern: Auszug aus dem Grundbuch als Nachweis des Eigentums, oder Pachtvertrag im Falle der Nutzung als PächterIn bzw. Zustimmungserklärung des Kleingartenvereins im Falle der Nutzung als MieterIn
  • Finanzierungsangaben bzw. beizubringende Unterlagen:
    • Bei Einmalzuschussförderung: Angabe der Bankverbindung (Kontonummer, Bankleitzahl)
    • Bei Förderung durch Annuitätenzuschüsse: Finanzierungszusage eines Kreditinstitutes (Formular kann heruntergeladen werden)

Kostenvoranschläge bzw. Rechnungen müssen ein Rechnungsdatum bis längstens sechs Monate vor Antragstellung in der MA 50 aufweisen

Maßnahmenspezifische Informationen bzw. beizubringende Dokumente:

  • Beim behindertengerechten Umbau von Badezimmern bzw. Badeeinrichtungen muss Folgendes beachtet werden:
    • In den Kostenvoranschlägen oder Rechnungen für Sanitärinstallationen muss unbedingt angeführt werden, dass es sich um behindertengerechte Einbauten handelt.
    • Ist die behinderte Person innerhalb der Wohnung auf die Benützung eines Rollstuhles angewiesen, muss der Einstieg in Duschtassen usw. bodengleich ausgeführt werden.
    • Handelt es sich bei der behinderten Person um einen bewegungseingeschränkten Menschen, muss die Einstiegshöhe für Duschtassen bodengleich sein.
  • Bei der Errichtung von Behindertenliften (Treppenliften, Schrägaufzügen und dergleichen) müssen im Zuge der Rechnungslegung folgende Dokumente vorgelegt werden:
    • Kopie der an die Baupolizei (MA 37A) gerichteten Fertigstellungsmeldung (mit Eingangsvermerk)
    • Positives Gutachten über die Abnahmeprüfung nach dem Wiener Aufzugsgesetz

Bei der Antragstellung auf Förderung von bewilligungspflichtigen Baumaßnahmen muss die baubehördliche Bewilligung oder die Kenntnisnahme der Bauanzeige bzw. ein Gleichstück der bei der Baubehörde eingereichten Plankopie vorgelegt werden. Nach Fertigstellung muss der Bescheid und der genehmigte Originalplan zusammen mit den Rechnungen über die durchgeführten Arbeiten vorgelegt werden.

Nicht vollständig ausgefüllte Anträge oder Anträge, die nicht mit den zur Beurteilung notwendigen Dokumenten versehen sind, können nicht in Behandlung genommen werden.

Infoblatt über die Förderung von barrierefreien Maßnahmen: 630 KB PDF

Kosten und Zahlung

Förderungshöhe

  • bei einer zehnjährigen Darlehenslaufzeit Annuitätenzuschüsse im Ausmaß von jährlich höchstens zehn Prozent,
  • bei einer fünfzehnjährigen Darlehenslaufzeit Annuitätenzuschüsse im Ausmaß von jährlich höchstens sechs Prozent

des dafür aufgenommenen Kapitalmarktdarlehens.

Werden für die Bezahlung der Behindertenmaßnahmen an Stelle eines Darlehens Eigenmittel im Ausmaß von 25 Prozent verwendet, kann ein einmaliger, nichtrückzahlbarer Zuschuss im Ausmaß von 75 Prozent der förderbaren angemessenen Sanierungskosten gewährt werden.

Die Überweisung der Förderungsleistung auf ein von den FörderungswerberInnen anzugebendes Konto (Kontonummer und Bankleitzahl erforderlich) erfolgt nach Endabrechnung.

Ausmaß der förderbaren Baukosten

Rechnungen und Zahlungen
Ansprechpartnerin in Zahlungsfragen ist die MA 6 - Buchhaltungsabteilung 2.

Erledigungsdauer

Die Dauer der Erledigung richtet sich danach, ob alle Unterlagen vollständig eingereicht wurden.

Formular

  • Antragsformular für Eigentumswohnungen, Eigenheime und Kleingartenwohnhäuser im Eigentum: 918 KB PDF
  • Antragsformular für Mietwohnungen, Genossenschaftswohnungen, Dienstwohnungen: 795 KB PDF
  • Bei Mietwohnungen und Genossenschaftswohnungen: Erklärung der VermieterInnen: 230 KB PDF
  • Finanzierungszusage eines Kreditinstitutes: 195 KB PDF

Elektronische Akteneinsicht in bereits gestellte Anträge

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Zusätzliche Informationen

Rechtliche Grundlagen:

Homepage: Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten

Verantwortlich für diese Seite:
Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (Magistratsabteilung 50)
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