Informationen über den anrechenbaren Wohnungsaufwand

Als Wohnungsaufwand für die Wohnbeihilfe gelten nicht alle Kosten, die Sie für die Wohnung bezahlen. Folgende Kosten gelten nicht als Wohnungsaufwand:

  • Betriebskosten
  • Umsatzsteuer
  • Kosten für Strom, Heizung und Telefon
  • Rückzahlungen von Privatkrediten
  • Alle sonstigen Kosten für das Leben, zum Beispiel für Essen und Kleidung
  • Kosten für Schule oder Kindergarten

Anrechenbarer Wohnungsaufwand bei Wohnhausanlagen, die mit öffentlichen Geldern gebaut worden sind

Für die Wohnbeihilfe werden nur die Kosten berücksichtigt, die Sie anteilig für das Darlehen bezahlen, mit dem Ihr Haus gebaut wurde. Ihr Bauträger füllt für Sie aus, wie viel für die Wohnbeihilfe anrechenbar ist. Dabei ist auch die Größe der Wohnung wichtig. Es werden nur so viele Quadratmeter anerkannt, wie die angemessene Größe für Ihren Haushalt ist.

  • Bei geförderten Mietwohnungen gilt höchstens der gültige Betrag der Kategorie A plus 20 Prozent pro Quadratmeter. Das sind derzeit 4,32 Euro pro Quadratmeter.
  • Bei geförderten Eigentumswohnungen gelten nur 80 Prozent dieses Betrags. Das sind derzeit 3,46 Euro pro Quadratmeter.
  • Wenn Sie zusätzlich zu den monatlichen Kosten für Ihre Wohnung Raten für ein Eigenmittelersatzdarlehen bezahlen, können diese zum Wohnungsaufwand dazugerechnet werden. Maximal werden aber nur die oben angeführten Werte für den Wohnungsaufwand angerechnet.

In folgenden Fällen gibt es Ausnahmen, welche Teile der Kosten für die Wohnung anrechenbar sind:

  • Bei Mietwohnungen, die nach Paragraf 15 im Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetz 1989 gefördert werden, gilt der Hauptmietzins als anrechenbarer Wohnungsaufwand.
  • Für bestimmte geförderte Wohnungen gilt der Hauptmietzins inklusive Erhaltungsbeiträge und Verbesserungsbeiträge bis zum Kategoriemietzins als anrechenbarer Wohnungsaufwand. Das gilt für Wohnungen, die im Rahmen des Wiener Wohnbaufonds nach dem Wohnhaus-Wiederaufbaugesetz und nach dem Wohnbauförderungsgesetz 1954 gefördert sind.
  • Begünstigte Personen bekommen einen Zuschlag von 0,70 Euro pro Quadratmeter, wenn sie in Mietwohnungen leben, die nach dem Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetz 1989 gefördert gebaut wurden. Insgesamt sind in diesem Fall höchstens 5,02 Euro für den Wohnungsaufwand anrechenbar.

Anrechenbarer Wohnungsaufwand bei Wohnhausanlagen, die mit öffentlichen Geldern saniert worden sind, und bei ungeförderten Wohnungen für die Allgemeine Wohnbeihilfe

Für die Berechnung des anrechenbaren Wohnungsaufwands gilt der durch die Sanierung erhöhte Hauptmietzins inklusive Erhaltungsbeiträge und Verbesserungsbeiträge nach dem Mietrechtsgesetz. Für Genossenschaftswohnanlagen gilt das gesetzlich erlaubte Entgelt nach dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz. Die anrechenbaren Beträge sind in beiden Gesetzen gleich.

  • Bei Mietwohnungen wird als Wohnungsaufwand höchstens der Richtwert der Kategorie A ohne Zuschläge anerkannt. Das sind derzeit 5,81 Euro pro Quadratmeter.
  • Bei befristeten Mietverträgen und bei Wohnungen der Kategorie B werden nur 75 Prozent des Richtwerts als Wohnungsaufwand anerkannt. Das sind derzeit 4,36 Euro pro Quadratmeter.
  • Bei Wohnungen der Kategorie C und D werden nur 50 Prozent des Richtwerts als Wohnungsaufwand anerkannt. Das sind derzeit 2,91 Euro pro Quadratmeter.

Anrechenbarer Wohnungsaufwand bei Wohnungsverbesserungsmaßnahmen

Wenn Sie zusätzlich zu den monatlichen Kosten für Ihre Wohnung Raten für einen Wohnungsverbesserungskredit bezahlen, können diese zum Wohnungsaufwand dazugerechnet werden. Es wird aber nur höchstens der Richtwert der Kategorie A ohne Zuschläge für den Wohnungsaufwand angerechnet.

Folgende geförderte Verbesserungen heben die Kategorie einer Wohnung an:

  • Einbau eines WCs
  • Einbau eines Badezimmers
  • Einbau einer Etagenheizung
  • Anschluss an die Fernwärme

Folgende Verbesserungen heben die Kategorie einer Wohnung nicht an:

  • Reparatur oder Erneuerung der Fenster
  • Neuer Fußboden
  • Erneuerung von Toilette oder Badezimmer, wenn diese Anlagen schon vorhanden sind
  • Erneuerung der Heizung, wenn diese schon vorhanden ist

Abzug des zumutbaren Wohnungsaufwands

Der zumutbare Wohnungsaufwand ist der Betrag, den ein Haushalt für eine Wohnung aus dem eigenen Einkommen bezahlen muss. Der zumutbare Wohnungsaufwand hängt von der Haushaltsgröße und dem Haushaltseinkommen ab.

Die Höhe der Wohnbeihilfe ergibt sich aus der Differenz zwischen anrechenbarem und zumutbarem Wohnungsaufwand.

Wie hoch der zumutbare Wohnungsaufwand für Ihr Haushaltseinkommen und Ihre Haushaltsgröße ist, können Sie in diesen Tabellen sehen: Tabellen zur Errechnung der Wohnbeihilfe

Achtung:
Bei Wohnbeihilfen für mit öffentlichen Geldern sanierte Wohnungen und bei ungeförderten Wohnungen ist mindestens der Mietzins der Kategorie C als Wohnungsaufwand zumutbar. Das sind derzeit 1,80 Euro pro Quadratmeter. Wenn sich aus der Haushaltsgröße und dem Haushaltseinkommen ein höherer zumutbarer Wohnungsaufwand errechnet, ist dieser höhere Betrag zumutbar.

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Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (Magistratsabteilung 50)
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