Die bei der Stadt Wien, Abteilung Europäische Angelegenheiten (MA 27), angesiedelte Verwaltungsbehörde des transnationalen EU-Förderprogramms Interreg CENTRAL EUROPE hielt gemeinsam mit dem aktuellen tschechischen Vorsitz im Begleitausschuss des Programms Ende Mai 2026 eine Sitzung dieses Gremiums in Prag ab. Im Rahmen dieser Sitzung wurde der 4. und letzte Aufruf zur Projekteinreichung (Call) entschieden und dabei 25 Projektanträge genehmigt.
Damit sind insgesamt 150 Projekte und 100 Prozent der verfügbaren EU-Fördermittel des Programms in Höhe von 207 Millionen Euro gebunden. Das Programm wird somit keine zukünftigen Calls mehr öffnen. An die sich derzeit in Umsetzung befindlichen Projekte aus den Calls 1 bis 3 wurden bislang 63 Prozent der EU-Programmmittel ausgezahlt. Dies ist ein für Interreg-Programme überdurchschnittlich hoher Wert, der die volle Funktionsfähigkeit des Programms und seiner geförderten Projekte unterstreicht.
41 der 150 genehmigten Projekte erfolgen mit der Beteiligung von in Wien ansässigen Organisationen. Wiener Akteur*innen sind damit in 27 Prozent aller geförderten Projekte vertreten. Insgesamt fließen circa 7,9 Millionen Euro EU-Kofinanzierung an Organisationen mit Sitz in Wien. Zum Vergleich: Bei den bislang gebundenen 207 Millionen Euro an EU-Mitteln im gesamten Programmraum (81 Regionen in 9 EU-Mitgliedstaaten, darunter Wien) liegt der rechnerische Durchschnitt bei etwas über 2,5 Millionen Euro pro Region. Wien liegt bei der Nutzung von EU-Fördermitteln damit deutlich über dem Durchschnitt.
Bei der Sitzung in Prag Ende Mai 2026 nahmen die vertretenen 9 EU-Mitgliedstaaten das Bewerbungsschreiben Wiens zur Wahrnehmung der Funktion einer Verwaltungsbehörde im zukünftigen Programm Interreg CENTRAL EUROPE 2028-2034 einstimmig an. Dies unterstreicht und bestätigt die hohe Wertschätzung für die Stadt Wien, die bereits seit 2007 die Funktion einer Verwaltungsbehörde für dieses transnationale EU-Förderprogramm ausübt.