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Neugestaltung Aumannplatz in Planung

Menschen sitzen und stehen in einem Park und unterhalten sich

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  • Letzte Aktualisierung: 18.06.2026, 12.42 Uhr
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Der Aumannplatz liegt im Herzen Währings und hat alles Potenzial für einen wunderschönen urbanen Platz: von gründerzeitlichen Gebäuden gerahmt, eine Parkanlage mit altem Baumbestand in der Mitte, Lokale, Geschäfte und Ateliers wollen Leben auf den Platz bringen. Dieses Leben hat derzeit allerdings wenig Platz am Aumannplatz. Und das soll sich mit der Neugestaltung ändern.

Pop-Up-Ausstellung

Auf der Basis der Ergebnisse eines Beteiligungsprozesses wurde ein Planungsprozess gestartet, bei dem alle Währinger*innen wieder eingeladen sind, bei ihrem Aumannplatz mitzuwirken: Ab 12. Mai sind in einer Pop-Up-Ausstellung über den Sommer die jeweils aktuellen Planstände im Park ausgestellt. Bis Mitte Juni konnten alle ihre Ideen und Wünsche, Vorschläge und Kritik einbringen.

Grundriss - Plan ansehen

Querschnitt - Plan ansehen

Info-Termine

An 3 Terminen informieren zudem die Planer*innen, die Expert*innen der Stadt und die Bezirksvorstehung gemeinsam mit dem Team der Gebietsbetreuung und stehen vor Ort für Fragen zur Verfügung:

  • 12. Mai, 16.30 bis 19 Uhr: Präsentation des Grobkonzepts für die Neugestaltung und Start der Pop-Up-Ausstellung, Ort: Die Veranstaltung findet aufgrund des schlechten Wetters im Festsaal des Währinger Amtshauses, 18., Martinstraße 100, 2. Stock, statt.
  • 17. Juni, 16.30 bis 19 Uhr: Sprechstunde zum Grobkonzept, Ort: 18., Aumannplatz - Bei Schlechtwetter im Festsaal im Währinger Amtshaus, 18., Martinstraße 100, 2. Stock.
  • 16. September, 16.30 bis 19 Uhr: Präsentation der Planung, Ort: 18., Aumannplatz - Bei Schlechtwetter im Festsaal im Währinger Amtshaus, 18., Martinstraße 100, 2. Stock.

Warum soll der Aumannplatz neu gestaltet werden?

Die aktuelle Gestaltung des Platzes stammt aus den 1980-er Jahren. Wie damals überall wurde dem Autoverkehr oberste Priorität eingeräumt. Bis heute dominiert er in einem groß angelegten, 2- bis 3-spurigen Kreisverkehr den gesamten Platz.

Diese Gestaltung schränkt die Nutzungsmöglichkeiten massiv ein und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an den öffentlichen Raum. Das zeigten sowohl die 2021 von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung durchgeführte Sozialraumanalyse als auch der Beteiligungsprozess in den Jahren 2022 und 2023: Mehr als 1.200 Ideen und Wünsche haben die Währinger*innen eingebracht - und die große Mehrheit davon will weniger Autoverkehr und dafür mehr Platz für Grün, mehr Platz zum Freunde-Treffen und Pause-Verbringen, mehr Platz für konsumfreie Sitzgelegenheiten und für Schanigärten.

Deshalb hat eine breite Mehrheit der Bezirksvertretung beschlossen, einen Planungsprozess für die Neugestaltung des Aumannplatzes zu starten.

Welche Rahmenbedingungen gibt es für die Neugestaltung?

Grundlage für die Planung sind die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses.

Außerdem wurde von der zuständigen Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) eine Verkehrszählung in Auftrag gegeben und auf dieser Basis eine wesentliche Möglichkeit für die Neuorganisation des Verkehrs am Platz definiert:

Neben dem Stadtauswärtsverkehr, der schon in der derzeitigen Gestaltung auf der Seite zur Gentzgasse fährt, könnte auch der Stadteinwärtsverkehr den Platz über diese Seite, auf den Gleisen der Straßenbahn, befahren. Damit könnte die Seite des Platzes zur Währinger Straße verkehrsberuhigt und als Fußgänger*innen-Zone nutzbar gemacht werden. Diese Möglichkeit sehen sowohl MA 46 als auch Wiener Linien.

Was sieht das Grobkonzept vor?

Mit Nutzung der oben beschriebenen neuen Verkehrsorganisation wird die gesamte Fläche auf der Seite des Platzes zur Währinger Straße zur Fußgänger*innen-Zone mit Grünflächen, Bäumen, Sitzmöbeln, Schanigärten - so wie es die Währinger*innen von der Kutschkergasse beim Rocco kennen, nur mit viel mehr Platz.

Fußgänger*innen-Zone und mehr Verkehrssicherheit

Die Fußgänger*innen-Zone steht zum Ausruhen, als Treffpunkt zum Plaudern oder für einen gemütlichen Kaffee in einem der Lokale zur Verfügung.

Für alle, die zu Fuß unterwegs sind, für ältere Menschen und für die vielen Schüler*innen wird es hier ohne Autoverkehr wesentlich angenehmer und sicherer: Von der Klostergasse und der Vinzenzgasse können der Park und die Straßenbahn-Haltestelle Richtung Innenstadt ganz ohne Fahrbahn-Querung erreicht werden.

Die Querung der Gentzgasse bei der Türkenschanzstraße wird schon dieses Jahr mit der Veränderung der Gleislage wesentlich übersichtlicher und einfacher. Für die anderen Querungen bleiben alle Schutzwege erhalten.

Die Radverbindung von Pötzleinsdorf bis zum Gürtel wird weiterhin vom Radweg in der Währinger Straße über die Klostergasse zur Schulgasse geführt. Über den Platz kann der Radverkehr über die Fußgänger*innen-Zone mit "ausgenommen Radfahren" fahren.

Mehr Bäume und neue Nutzungsmöglichkeiten im Park

Der Park wird direkt an die Fußgänger*innen-Zone angebunden und damit freier zugänglich. Er bleibt mit seinem alten Baumbestand die ruhige Mitte des Platzes. Mit neuen Sitzmöbeln, einem Wasserspiel und einer kleinen Bühne für Lesungen oder kleine Konzerte werden die Nutzungsmöglichkeiten erweitert. Gegenüber vom Park schafft eine zusätzliche Baumreihe vor dem St.-Carolus-Heim auch auf der Gentzgassen-Seite des Platzes mehr Grün.

Im Zuge der Neugestaltung wird auch die überfällige Modernisierung der Park-Beleuchtung erfolgen. Und der Platz bekommt wieder eine fixe WC-Anlage: neben der Straßenbahn-Haltestelle, dort, wo jetzt ein öKlo aufgestellt ist.

Weitere Infos zur neuen Verkehrsorganisation

Hintergrund

Die Expert*innen zur Verkehrsorganisation am Platz sind die Mitarbeiter*innen der Verkehrsbehörde MA 46 - Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten und der Wiener Linien. Diese haben auf Basis aktueller Verkehrszählungen die neue Verkehrsorganisation als Möglichkeit vorgeschlagen.

Den Wiener Linien ist sehr wichtig, dass die Straßenbahn möglichst ungehindert fahren kann. Deswegen stimmen sie einer neuen Verkehrsorganisation nur zu, wenn sie keine Behinderung sehen. Und sie haben der neuen Verkehrsorganisation zugestimmt. Einzige Bedingung: Die Einbahnrichtung der Argauergasse wird umgedreht, um den mit dem Auto stadteinwärts Fahrenden möglichst früh einen Wechsel auf die Gentzgasse zu ermöglichen.

Belieferung von Unternehmen in der Fußgänger*innen-Zone

Für die angesiedelten Geschäfte, Unternehmen und Lokale wird es, wie in Fußgänger*innen-Zone üblich, eine zeitlich beschränkte Zufahrtserlaubnis für Ladetätigkeiten geben. Für darüber hinausgehende Bedarfe für die Apotheke wird es eine Lösung geben.

Taxi-Standplatz und Wien-Mobil-Station

Die Standorte für den Taxi-Standplatz und die Wien-Mobil-Station sind noch offen und werden im Zuge der Detailplanung geklärt.

Weiterhin kein Zebrastreifen bei der Türkenschanzstraße über die Gentzgasse

Sowohl die Wiener Linien als auch die MA 46 - Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten stimmen Schutzwegen, also "Zebrastreifen", auf Schienenstraßen nur unmittelbar bei Haltestellen zu.

Der Hintergrund: Die Straßenbahn hat einen viel längeren Bremsweg als andere Fahrzeuge und kann daher auf freier Strecke bei Schutzwegen nicht rechtzeitig anhalten. Deswegen sind Schienenfahrzeuge in der Straßenverkehrsordnung auch explizit von der Haltepflicht bei Schutzwegen ausgenommen. Wiener Linien und MA 46 ist jedoch das Risiko zu hoch, dass viele Menschen und vor allem Kinder das nicht wissen und den Zebrastreifen betreten, wenn eine nahende Straßenbahn schon nicht mehr halten kann.

Verkehrsführung vor dem St. Carolusheim

Durch die vorgeschlagene neue Verkehrsorganisation wird mehr Verkehr über die Gentzgassen-Seite des Platzes fahren, und damit auch unmittelbar vor dem St. Carolusheim. In der Regel ist das nicht eins zu eins der Autoverkehr, der jetzt über den Platz fährt. Wie viele sich großräumig andere Routen suchen, ist jedoch schwer vorherzusagen.

Wie sehr Verkehr belastet, hängt allerdings nicht nur von der Menge des Verkehrs ab, sondern ganz wesentlich auch von den gefahrenen Geschwindigkeiten: je langsamer der Autoverkehr, desto geringer der Lärm. Und diesbezüglich wird die Situation mit dem Projekt mehrfach verbessert:

Der Autoverkehr stadtauswärts wird durch die schon jetzt vorgenommene Änderung der Gleislage entschleunigt, die unangenehmen Überholmanöver bei der Einmündung der Türkenschanzstraße fallen weg. Stadteinwärts bringen der Vorrang für die Straßenbahn und der zweimalige Richtungswechsel Entschleunigung. Und auch die Straßenbahn ist durch die aktuelle Gleissanierung in Zukunft leiser unterwegs.

Die neu gepflanzte Baumreihe vor dem St. Carolusheim wird das Haus zusätzlich vom Verkehrsgeschehen abschirmen.

Route ins Cottageviertel bei neuer Verkehrsführung

Vom Gürtel kommend stadtauswärts ändert sich an der Route für Autofahrende nichts.

Stadteinwärts fährt man je nach Ausgangspunkt und Ziel entweder nach dem Aumannplatz über Währinger Straße, Argauergasse (deren Einbahnrichtung umgedreht wird) und Gentzgasse in die Cottagegasse oder Lazaristengasse. Oder man wählt großräumig eine andere Route über die Hasenauerstraße.

Weitere Informationen

Forum Aumannplatz - Mitreden bei der Neugestaltung - GB*

Kontakt

Bezirksvorstehung des 18. Bezirks

Telefon: +43 1 4000-18115
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