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Schulvorplätze in Wien weiter deutlich verbessert

Die Zahl der Schulen mit autofreien und begrünten Vorplätzen, Schulstraßen und Anbindungen an das Radwegenetz steigt stetig.

Die Stadt Wien setzt seit vielen Jahren stetig Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität vor Schulen weiter zu verbessern. Die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer*innen hat für die Stadt Wien oberste Priorität. Parallel zu den Sicherheitsmaßnahmen werden Schulvorplätze unter dem Motto "Raus aus dem Asphalt" entsiegelt, begrünt und gekühlt.

Seit 2022 hat die Stadt 21 Schulvorplätze umgestaltet und 13 komplett neu errichtet. Insgesamt gibt es mittlerweile 93 Schulstandorte, an denen der Vorplatz autofrei ist. Die Umgestaltung bringt nicht nur Sicherheit, sondern schafft auch Plätze, an denen man sich gerne aufhält, an denen gespielt und geplaudert werden kann.

Schulwegsicherheit wird in Wien großgeschrieben. Unser Ziel ist klar: Kinder sollen auf dem Weg zu und vor ihrer Schule sicher unterwegs sein können. Dafür schaffen wir mehr Platz, mehr Begrünung und sichere Wege, egal ob zu Fuß, mit dem Tretroller oder mit dem Fahrrad.

Autofreie Schulvorplätze - Raus aus dem Asphalt und Platz für Bewegung

Schulvorplatz in der Pfeilgasse

Ein Beispiel ist der Schulvorplatz in der Pfeilgasse beim Lisette-Model-Platz. Wo früher Autos vor der Schule parkten, ist heute Platz zum Spielen und für Freiluftklassen, für Bäume, Sitzgelegenheiten, Großsträucher, neue Grünflächen und ein Wasserspiel mit Bodenfontänen. Es gibt auch genug Platz zum Abstellen der Fahrräder und Tretroller.

Im Dezember 2023 wurde der Bereich vor der Schule in der Ottakringer Panikengasse fertig gestaltet. In der Straße, durch die die Straßenbahn Linie 9 fährt, gibt es direkt vor dem Schuleingang nun einen breiten Gehsteig, neue Bäume und einen Trinkhydranten. Auch die angrenzende Straßenbahnhaltestelle wurde neugestaltet und bietet mehr Platz für Zu-Fuß-Gehende.

Elisabethschule

Auch die Elisabethschule auf der Wieden profitiert seit der Umgestaltung der Argentinierstraße zur Fahrradstraße nach niederländischem Vorbild. Dabei wurde der Straßenquerschnitt neu verteilt und das Umfeld verkehrsberuhigt. Es gibt viele neue Bäume am St.-Elisabeth-Platz direkt vor der Schule und der Weg zur Schule ist sicherer, weil der Durchzugsverkehr insgesamt reduziert wurde. Die Schüler*innen profitieren von der neuen Fußgänger*innen-Zone in der angrenzenden Belvederegasse. Dort wurden auch neue Spielgeräte aufgestellt. Ein aktuelles Projekt ist die Herzgasse in Wien-Favoriten, sie liegt im Herzen von Wiens erstem Supergrätzl und wurde zu einem öffentlichen Wohnzimmer mit Sitzgelegenheiten, Wasserspielen und viel Begrünung im Schulumfeld.

Märzstraße: Schulstraße mit klimafittem Schulvorplatz

Ein Vorzeigebeispiel, das beide Maßnahmen vereint, ist die Märzstraße in Penzing. Anfang 2020 startete in der Straße neben dem Matznerpark die 5. Schulstraße in Wien. Im Herbst 2020 wurde der Schulvorplatz komplett autofrei. So konnten Schüler*innen die Straße zwischen dem Schuleingang und dem Park rund um die Uhr sicher queren. 2023 gestaltete die Stadt Wien den Schulvorplatz klimafit um. Der Platz ist ein Ort für alle geworden: zum Spielen, Zusammenkommen, Entspannen und Plaudern. Der neue Straßenbelag lässt das Regenwasser im Boden versickern. Mit neuen Pflanzen und Bäumen steigt die Aufenthaltsqualität zusätzlich.

Gute Radwegeanbindung an die Schulen

Zwischen 2021 und 2024 wurden 142 Schulen neu an sichere Radwege und Fahrradstraßen angebunden. Heute sind 70 Prozent aller Volksschulen an das Wiener Hauptradwegenetz angeschlossen, 30 Prozent sogar an besonders kinderfreundliche Strecken. Das sind Bereiche, die entweder gänzlich verkehrsberuhigt oder mit baulich getrennten Radwegen ausgestattet sind.

Morgendliche Verkehrsberuhigung durch Schulstraßen

Wien setzt auf Schulstraßen. Das ist ein Konzept, bei dem 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn und teilweise nach Unterrichtsende ein Fahrverbot für KFZ gilt. Das führt zu weniger Autoverkehr und mehr Sicherheit, besserer Luft und mehr Raum für Bewegung. Kinder kommen häufiger zu Fuß, mit dem Roller oder dem Rad zur Schule.

Auch Familien und Anrainer*innen werden sensibilisiert. Langfristig kann dieses Verhalten sogar maßgebend die Mobilitätsmuster im Erwachsenenalter beeinflussen und das ist eine Investition in die Zukunft.

Wien liegt aktuell laut dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) im europäischen Spitzenfeld: Bei 26,1 Prozent aller Volksschulen wurden bereits Maßnahmen umgesetzt - nur London liegt knapp davor. Damit ist die Stadt Wien unter 36 europäischen Großstädten Vorreiterin in Sachen Schulstraßen und Verkehrsberuhigung im Schulumfeld.

Schulwegpläne zeigen den sichersten Weg

Um mehr Sicherheit auf dem Schulweg zu gewährleisten, hat die Stadt Wien schon vor 20 Jahren begonnen, Schulwegpläne für Volksschulen in allen Wiener Gemeindebezirken zu erstellen. Aktuell gibt es für über 250 Volksschulen in Wien Schulwegpläne. Sie werden jährlich zum Schulbeginn an die Erstklässler*innen verteilt. Die Pläne unterstützen Familien dabei, mit ihren Kindern den Schulweg zu üben, damit die Kinder ihn zukünftig selbstständig und sicher bewältigen können.

Die im Schulwegplan eingezeichneten grünen Linien zeigen empfohlene Schulwege. Fotos und einfache Beschreibungen verdeutlichen die Situationen vor Ort und geben Tipps zum sicheren Queren bei Kreuzungen.

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Stadt Wien - wien.gv.at-Redaktion

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