Meilenstein beim Wiental-Kanal
Die Tunnel-Bohrmaschine "Krümel" hat 2,2 Kilometer Tunnel gebohrt. Die Maschine erhält nun ein Service und ist danach wieder bereit für die nächsten Kilometer.
Im laufenden Westvortrieb für den Wiental-Kanal, vom Gaudenzdorfer Gürtel nach Auhof wurde bereits ein Viertel der gesamten Röhre errichtet. 1.854 Tunnelringe wurden gesetzt und damit mehr als 11.000 einzelne Tunnelbausteine versetzt. Das ist ein Fortschritt auf dem Weg zu den gesamten 9 Kilometern Wiental-Kanal.
Die Ausführung erfolgte trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen: wechselnde Geologie, beengte Platzverhältnisse an der Oberfläche und zahlreiche unterirdische Leitungs- und Bauwerksquerungen.
Der Großteil der Arbeiten verläuft unterirdisch. Oberflächen-Einschränkungen sind begrenzt und werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Service der Tunnelbohrmaschine
Bevor es Richtung Westen weitergeht, werden die Zähne der Maschine gereinigt, kontrolliert und falls notwendig erneuert. Schweißnähte werden geprüft und bei Bedarf nachgeschweißt. Der Aufenthalt im Service-Schacht dauert nur wenige Tage. Dann setzt "Krümel" die Fahrt im 14. Bezirk fort und beendet damit den Vortrieb im 15. Bezirk.
Herausfordernder bevorstehender Abschnitt
Während die Tunnelbohrmaschine vor Schönbrunn ein Service erhält, ist das Bohr-Team schon mit dem nächsten Abschnitt beschäftigt.
Von der Schlossallee bis zur Kennedybrücke wartet die nächste Herausforderung. Dort verläuft die Bohrung in etwa 13 Metern Tiefe. Zwischen Philippsgasse und Gyrowetzgasse gibt es einen seitlichen Abstand von nur 3 Metern zu den Häusern. Die geringen Abstände zu den Häusern erfordern eine penible Vorbereitung.
Alle betroffenen Gebäude werden im Vorfeld sorgfältig begutachtet. Sachverständige begehen Gebäude und Außenanlagen, fotografieren, vermessen Risse und bringen Vermessungspunkte an, die während der Arbeiten überwacht werden.
Zusätzlich wurden entlang der 800-Meter-Strecke zu den bestehenden 10 Bodenproben 2 weitere Untersuchungen durchgeführt. Die Grundwasserstände werden an 2 Mess-Stellen permanent überwacht, genauso wie die Gleise der Straßenbahnlinien 10 und 60.
Umgesetzte und bevorstehende Arbeiten
- 5 Flucht- und Rettungsstollen für das Bohr-Team wurden auf der 2,2 Kilometer langen Strecke geöffnet.
- An der Oberfläche sind 20 oberirdische Baufelder eingerichtet.
- Unterirdisch werden 4 Auslaufkammern in den Wienfluss umgebaut.
- 2 Rohrpressungen werden durchgeführt: Vom Margaretengürtel in die östliche Startröhre und von der Kaltenbäckgasse zur Auslaufkammer Zehetnergasse.
- Eine Transportleitung von Wiener Wasser beim Preindlsteg wird erneuert. Vom Startschacht in der Kefergasse bis zum Zielschacht in der Preindlgasse wird ein Hüllrohr mit einem Innendurchmesser von 1,6 Meter unter dem Wienfluss gepresst. Anschließend quert die Tunnelbohrmaschine mit dem Wiental-Kanal das Rohr, danach erfolgt der Einbau der neuen Wasserleitung. Die Gesamtfertigstellung ist für Februar 2027 geplant.
Informationen für Anrainer*innen
Die meisten Arbeiten finden unterirdisch statt. Oberirdische Einschränkungen sind punktuell und zeitlich begrenzt.
Bohrgeräusche können hörbar sein, da sich der Schall bei geringem Abstand zwischen Tunnelbohrmaschine und Keller überträgt. Die Vortriebsgeschwindigkeit liegt bei mehreren Metern pro Tag. In 1 bis 2 Tagen ist die Maschine an einem Haus vorbei.
Bei Fragen informiert vor Ort die Ombudsstelle bei Bedarf kurzfristig und persönlich:
- Info-Telefon: +43 664 158 48 69
- E-Mail: info@wkn.wien.gv.at
Im Infocenter "Über Unten" erhalten Sie ebenfalls Informationen und laufende Updates zum Projekt.
Über Wien Kanal
Wien Kanal betreibt Österreichs größtes Kanalnetz mit mehr als 2.500 Kilometer Leitungen. Täglich werden rund eine halbe Milliarde Liter Abwasser sicher und umweltgerecht zur Kläranlage transportiert. Der Vollausbau des Wiental-Kanals verlängert die bestehende Röhre von der Urania bis zum Ernst-Arnold-Park um rund 9 Kilometer, verbessert die Wasserqualität des Wienflusses und erhöht die Betriebssicherheit des Kanalnetzes bei Starkregen.
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- Letzte Aktualisierung: 19.02.2026, 17.09 Uhr
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