Helene-Deutsch-Park

Mädchen balanciert auf einer Bank

Grundlagen

Der Helene-Deutsch-Park liegt im dicht bebauten gründerzeitlichen Alsergrunder Stadtgebiet. Die Parkanlage ist von öffentlichen Gebäuden und einigen Wohnhäusern umgeben: Im Nordwesten befindet sich das ehemaligen Julius-Tandler-Familienzentrum mit Hoftrakt im Park. Nordöstlich des Parks befindet sich das Ensemble des 1977 geschlossenen Karolinen-Kinderspitals, das nun von den Wiener Kindergärten und Jugend am Werk genutzt wird.

Die Parkanlage besteht aus den früher dem Julius-Tandler-Familienzentrum zugehörigen Freiräumen. Sie umfasst Parkwege, Rasen, einen Hartplatz, einen Gerätespielplatz und einen erhaltenswerten Altbaumbestand. Unter dem Vulgonamen "Pulverturmpark" war die Anlage zwar öffentlich zugänglich, aber wenig bekannt.

Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligungsverfahren

Auf Wunsch der Bezirksvorstehung Alsergrund führte die Gebietsbetreuung 2009 ein Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligungsverfahren durch. Dazu wurden Befragungen, Interviews, Parkgespräche und Workshops abgehalten. Die im Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligungsverfahren artikulierten Wünsche wurden im Zuge der Parkplanung weitestgehend berücksichtigt.

Planung

Spielgeräte und Rutsche im Kinderpark

Weitere Vorgaben für die Planung waren das Wiener Parkleitbild und die Planungsempfehlungen zur geschlechtssensiblen Gestaltung von öffentlichen Parkanlagen.

Leitelement des Helene-Deutsch-Parks ist nun das Regenbogenband. Es beginnt am Vorplatz und führt in den Park. Das Regenbogenband soll identitätsstiftendes Element sein und Kinder und Jugendliche ansprechen. Der Regenbogen ist ein sympathisches Symbol der Vielfalt. Er steht für Toleranz, Freiheit und Frieden.

Der Park ist insgesamt sichtbarer und öffentlicher geworden. Der Eingangsbereich Pulverturmgasse wurde neu angelegt.

Ein in den Straßenraum offener Vorplatz macht auf den Park aufmerksam, lässt Blickbeziehungen zu und lädt zum Besuch ein. Der Altbaumbestand, der sich in erhaltenswertem Zustand befindet, bildet die Grundstruktur des Parks: Insbesondere sind dies die Lindenbaumreihen sowie beeindruckende Einzelbäume. Neue zusätzliche Baumpflanzungen wurden durchgeführt. Robuste Gräser in den Leitfarben blau, rot und gelb greifen das Regenbogenmotiv auf.

Die intensiven Spielbereiche wurden an den bisherigen Standorten belassen. Die eher ruhigen Bereiche wurden entlang der Gebäude angeordnet. Der vorhandene Geländesprung wird für einen Sand-Wasser-Spielbereich mit kleinem Wassergerinne genutzt. Picknickwiese und ein Rückzugsbereich runden das Angebot für Parkbesucherinnen und -besucher ab.

Der Wiener Landschaftsplaner DI Karl Grimm wurde mit der Planung des Parks beauftragt.

Chancengleichheit und Barrierefreiheit

Trinkbrunnen, Spielkäfig im Hintergrund

Vielfältige und breit nutzbare Angebote unterstützen die Chancengleichheit von Mädchen. Auch besondere Bedürfnisse von Parkbesucherinnen und -besuchern finden Berücksichtigung: Parkeingänge wurden barrierefrei gestaltet. Die innere Erschließung hat nur geringe Höhendifferenzen, die mit Rampen überwunden werden. Alle Wege wurden mit Asphalt oder Betonstein befestigt und sind daher gut begehbar. Engstellen durch Möblierung wurden vermieden. Es werden auch Parkbänke mit Armlehnen angeboten.

Der Helene-Deutsch-Park ist komplett eingefriedet, eine Nachtsperre kann bei Bedarf eingerichtet werden. Es sind insgesamt elf Lichtpunkte vorhanden. Als Standardsitzmöbel wurden Stahlrohrmöbel verwendet. Ergänzt wurde die Standardmöblierung durch das Regenbogenband (Wellenmöbel mit bunter Acrylbelattung).

Im Helene-Deutsch-Park gilt ein gesetzliches Hundeverbot.

EU-kofinanzierter Park

EU-Slogan mit orangenen Sternen auf weissem Hintergrund

Die Errichtung des Helene-Deutsch-Parks wurde im EU-Programm "Stärkung der Regionalen Wettbewerbsfähigkeit und integrative Stadtentwicklung in Wien 2007 – 2013" kofinanziert.

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