Biogas Wien

Innenansicht der Biogasanlage

Mit Eröffnung der Biogas Wien im Herbst 2007 ging eine weitere Hightech-Anlage neben der MVA Pfaffenau in Simmering in Betrieb. Das breite Angebot der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) zur ökologisch sinnvollen Entsorgung des Wiener Mülls wurde damit im Sinne einer geschlossenen Biokreislaufwirtschaft weiter ausgebaut. In der Anlage werden pro Jahr insgesamt 22.000 Tonnen an Küchenabfällen verwertet.


Innovative Biomethan-Erzeugung aus Müll

Anlieferung des sogenannten "Sautranks"

Die Biogasanlage arbeitet auf Basis eines "einstufigen, mesophilen Nassverfahrens" mit einer Gärreaktortemperatur von circa 37 Grad. Im Laufe des Behandlungsprozesses entsteht durch die Tätigkeit von Mikroorganismen ein Mischgas, das zu 40 bis 70 Prozent aus Methan besteht. Es eignet sich daher als Biogas. Die abgesaugte Abluft mit einer Gesamtmenge von circa 25.000 Kubikmetern pro Stunde wird einer Abluftreinigungsanlage zugeführt.

Mit der Biogas-Aufbereitungsanlage wird durch ein spezielles Verfahren Biogas in Biomethan umgewandelt. Als Inputstoff dient das in der Biogasanlage produzierte und entschwefelte Biogas. Um es als Biomethan in das Erdgasnetz einspeisen zu können, ist es notwendig, das im Biogas enthaltene Kohlendioxid, den verbleibenden Schwefelwasserstoff sowie Perpene und Siloxane abzutrennen. Diese Abtrennung erfolgt durch ein modernes Membrantrennverfahren. Dieses gewährleistet, dass aus dem Biogas mit einem Methananteil von 64 Prozent nun nahezu reines Biomethan mit einem Methangehalt von 99 Prozent wird.

Nach erfolgter Qualitätskontrolle wird das Biomethan auf bis zu 70 bar komprimiert und in das Wiener Gasnetz eingespeist. Die Anlage erzeugt jährlich über eine Million Kubikmeter Kohlenstoffdioxid-neutrales Biomethan. 900 Wiener Haushalte werden damit umweltfreundlich mit Bio-Erdgas versorgt. Das spart jährlich 3.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid und ist somit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

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