Elektro-Altgeräte - Mülltrennung

Verschiedene Elektroaltgeräte: Videokamera, Rasierer, Bohrmaschine, Elektro-Zahnbürste, PC-Tastatur, und Babyphon

Elektrisch betriebene Geräte wie Kühlschränke, Leuchtstoffröhren, Kaffeemaschinen oder Toaster enthalten wertvolle Rohstoffe, aber auch für die Umwelt gefährliche Inhaltstoffe. Werden diese richtig entsorgt, können sie einerseits der stofflichen Verwertung zugeführt werden, andererseits schaden sie so der Umwelt nicht.

Seit Inkrafttreten der Elektroaltgeräteverordnung 2005 ist die Entsorgung von Elektro-Altgeräten aus privaten Haushalten kostenlos.

Elektrogeräte, die in privaten Haushalten üblich sind, werden auf den Wiener Mistplätzen und in der Abfallbehandlungsanlage kostenlos übernommen. Kleine Elektrogeräte (Kantenlänge unter 50 Zentimeter) können zudem auch bei den Problemstoffsammelstellen entsorgt werden. Alte Elektrogeräte können beim Kauf eines Neugerätes auch in größeren Geschäften mit einer Verkaufsfläche von mehr als 150 Quadratmetern kostenlos abgegeben werden.

Sammlung

Elektro-Großgeräte
Das sind alle Geräte mit einer Kantenlänge über 50 Zentimeter. Beispiele dafür sind Waschmaschinen, Wäschetrockner, Bügelmaschinen, Geschirrspüler, Elektroherde, Ceranfelder, Heizgeräte, Geschirrspüler, E-Gitarren
Kühl- und Gefriergeräte
Kühlschränke, Tiefkühltruhen, Klimageräte für den privaten Bereich
Bildschirmgeräte
TV-Geräte, Computerbildschirme, Laptops, Monitore
Elektro-Kleingeräte
Das sind alle Geräte mit einer Kantenlänge unter 50 Zentimeter. Dazu zählen: Bügeleisen, Mixer, Kaffeemaschinen, elektrische Pfeffermühlen, Rasierapparate, elektrische Zahnbürsten, Blutdruckmessgeräte, Radios, CD-Player und Videorekorder, DVD-Player, Werkzeuge wie Bohrmaschinen oder Handkreissägen, Computerzubehör wie Tastatur, Drucker, Maus, USB-Sticks, Konsolen, Telefone und Headsets et cetera.
Gasentladungslampen
Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Quecksilber- und Natriumdampflampen

Elektro-Altgeräte richtig entsorgen

Tipp: Herkömmliche Glühbirnen müssen nicht getrennt gesammelt werden, sondern werden mit dem Restmüll entsorgt.

Verwertung

In einer Verwertungsanlage werden Schadstoffe, Kunststoffe und Metalle voneinander getrennt. Nach der Öffnung der Geräte werden die gefährlichen Inhaltsstoffe entfernt und anschließend fachgerecht entsorgt. Zu diesen Bauteilen zählen Kondensatoren, Batterien und Akkus, bestückte Leiterplatten, quecksilberhaltige Bauteile und ähnliches. Die abgetrennten Plastikteile werden in Kunststoffverwertungsanlagen sortenrein getrennt und zu Granulat verarbeitet. Dieses kann zu neuen Elektrogerätebauteilen verarbeitet werden. Aus zwei Tonnen Kunststoff-Abfall kann man eine Tonne Kunststoff produzieren. Damit spart man 900 Liter Erdöl und 90 Prozent Energie.

Die verschiedenen Metalle werden durch unterschiedliche Trennverfahren sortiert. Beispielsweise schwimmt Aluminium in einer Salzwanne, andere Metalle sinken ab. Buntmetalle können nach der Farbe sortiert werden. Kupfer ist etwa rötlich, Messing ist gelb. Die gewonnenen Metalle werden bei der Herstellung neuer Geräte eingesetzt.

In Wien werden jährlich mehr als 8.000 Tonnen Elektro-Altgeräte bei der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) abgegeben. In dieser Menge sind in etwa 3.100 Tonnen Eisen enthalten, das für die Produktion von 310.000 Fahrrädern reichen würde. Weiters sind in etwa 200 Tonnen Aluminium enthalten, das für die Produktion von 20.000 Alufelgen für 5.000 Autos reichen würde. Zudem sind in etwa 300 Tonnen Kupfer enthalten, das für die Produktion von ungefähr 22.000 Kilometer Kabel reichen würde.

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