Ökologie der Donauinsel

Durch naturnahe Ausgestaltung wurde auf der Donauinsel ein vielfältiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Der vom Aussterben bedrohte Donaukammmolch hat hier zum Beispiel seine Heimat gefunden.

Landschaftsbild

Drei Personen sitzen auf einer frisch gemähten Wiese, im Hintergrund Wasser, Bäume, eine Brücke und ein hohes Gebäude;

Die Donauinsel ist gestalterisch dreigeteilt. Nord- und Südteil der Insel sind naturnah, der Mittelteil parkartig angelegt. Vor allem die naturnahen Bereiche sind geprägt durch Natur- und Lagerwiesen und junge Erholungswälder. Die Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen dieser Bereiche werden von der Abteilung Forst- und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49) durchgeführt. In den Jahren 1974 bis 1988 wurden von der MA 49 170 Hektar neuer Wald gepflanzt. 1,8 Millionen Bäume und Sträucher wurden gesetzt. Mehrere Feuchtbiotope wurden im Zuge der Landschaftsgestaltung erhalten oder neu angelegt.


Kirschenhain

Blühender Kirschbaum, im Hintergrund Wasser und ein Wolkenkratzer

Seit dem Ostarrichi Millenniumsjahr 1996 wurden in den Wiener Parks 1.000 Kirschbäume gepflanzt. Sie dienen als Symbol der Freundschaft zwischen den beiden Ländern Österreich und Japan. Einige hundert Bäume stehen auf der Donauinsel. Der Kirschenhain liegt rund 1,6 Kilometer nördlich der Nordbrücke, nahe der Jedleseer Brücke.


Hydrologische Funktion

Hydrologisch wirkt die Donauinsel beziehungsweise ihr Untergrund als Filter in der Sickerwasserverbindung zwischen Strom und Neuer Donau. Die Reduktion der Phosphatkonzentration bewirkt ein geringeres Planktonwachstum. Das äußert sich in der Klarheit des Wassers und ist sowohl hinsichtlich der Badenutzung als auch der ökologischen Funktionsfähigkeit von Vorteil.

Artenvielfalt durch Mähmanagement

Die nachhaltige Landschaftspflege auf der Donauinsel trägt zum Natur- und Umweltschutz bei.

Ökologische Nischen

Die Donauinsel bietet auf ihren ruhigeren Abschnitten auch ökologischen Nischen Platz. In diesen Lebensräumen können sich zum Teil selten gewordene Tier- und Pflanzenarten ungestört entfalten.

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