Die Donau, der Wienfluss und zahlreiche Wienerwaldbäche bildeten über Jahrhunderte die Grundlage für die Entwicklung des urbanen Lebensraums in Wien. Mit dem Wachstum der Stadt wurden diese Gewässer zunehmend funktionalisiert: Flussläufe wurden verlegt, Ufer befestigt und Wasserläufe überbaut, um den Anforderungen der Stadt gerecht zu werden.
Die Führung thematisiert die historische und gegenwärtige Bedeutung der Wiener Gewässerlandschaften. Sie beleuchtet, wie sich natürliche Wasserläufe in kontrollierte Systeme verwandelten, welche Vorteile dies brachte und welche ökologischen Verluste damit einhergingen. Angesichts zunehmender Trockenheit wird auch die Frage nach der Sicherung der städtischen Wasserversorgung in Zeiten des Klimawandels behandelt.
Die Auseinandersetzung mit den Wiener Gewässern fördert das Verständnis für deren Rolle im urbanen Mikroklima. Gewässer tragen zur Abkühlung der Stadt bei, unterstützen die Biodiversität und wirken als natürliche Puffer gegen Extremwetterereignisse. Die Führung sensibilisiert für die Notwendigkeit einer klimaresilienten Wasserinfrastruktur und zeigt auf, wie Gewässerlandschaften zur Anpassung an den Klimawandel beitragen können.


