Wasserkraftschnecke Donauinsel
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Kategorie: Energieerzeugung
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22., Schleusenbrücke Wehr 1
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Baujahr: 2016
Auf der Donauinsel, direkt neben der bestehenden Wehranlage 1 bei der Donaustadtbrücke, wurde im Sommer 2017 ein neues, vollautomatisiertes Kleinwasserkraftwerk in Betrieb genommen. Die größtenteils unterirdische Anlage, die von außen kaum wahrnehmbar ist, erzeugt umweltfreundlich Strom für über 130 Haushalte aus einem bislang brach gelegenen Energiepotenzial. Denn durch das Aufstauen der Donau beim Kraftwerk Freudenau ergibt sich zwischen Donau und Neuer Donau eine deutliche Differenz der Wasserspiegel. Dieser Höhenunterschied von fast vier Metern verursacht einen Grund- und Sickerwasserzustrom aus der Donau in die Neue Donau, welcher bisher ungenutzt über die Wehranlagen abgeführt wurde. Die neue Kraftwerksanlage, bestehend aus einer unterirdischen Wasserzuleitung, einem kleinen Krafthaus und einem 60 Meter langen Ableitungstunnel, erschließt dieses Energiepotenzial. Dabei kommt anders als bei herkömmlichen Flusskraftwerken mit klassischen Turbinen eine in die Tiefe gehende, 15 Meter lange Wasserkraftschnecke zum Einsatz. Mit 25 Umdrehungen pro Minute und 100 Kilowatt Leistung produziert sie rund 400.000 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr. Ein weiteres beinahe „unsichtbares“ Kleinwasserkraftwerk wurde beim Nussdorfer Wehr am Beginn des Donaukanals eingebaut (siehe Kleinwasserkraftwerk Nussdorf).
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- Letzte Aktualisierung: 25.04.2026, 06.06 Uhr
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