Trinkwasserkraftwerk Mauer
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Kategorie: Energieerzeugung
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23., Wittgensteinstraße
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Baujahr: 2006
Die II. Wiener Hochquellenleitung versorgt große Teile Wiens – ohne Zuhilfenahme von Pumpen, nur mit Hilfe des natürlichen Gefälles – mit frischem Trinkwasser aus dem rund 180 Kilometer entfernten Hochschwabgebiet in der Steiermark. Bis zum Jahr 2006 musste der hohe Gravitationsdruck in der Leitung unter erheblichem Aufwand mechanisch mittels hydraulischer Regelventile reduziert werden, um den optimalen Druck für die Verteilung im Wiener Rohrnetz zu erreichen. Seither übernimmt diese Aufgabe ein Trinkwasserkraftwerk am Ende der Hochquellenleitung in Wien-Mauer. Dabei wird die überschüssige Energie des Quellwassers genützt, um über eine Francis-Turbine sauberen Ökostrom zu erzeugen – selbstverständlich ohne die hervorragende Wasserqualität zu beeinträchtigen. Errichtung und wirtschaftlicher Betrieb der Anlage wurden durch das österreichische Ökostromgesetz ermöglicht, das die Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern fördert. Mit der Jahresleistung von rund drei Millionen Kilowattstunden Strom werden um die 1.000 Haushalte mit elektrischer Energie versorgt. Insgesamt erzeugen mit Stand Ende 2019 bereits 16 Wasserkraftwerke entlang der Wiener Hochquellenleitungen rund 65 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom pro Jahr (siehe auch Trinkwasserkraftwerk Wienerberg) – genug um damit eine Stadt wie St. Pölten komplett versorgen zu können.
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- Letzte Aktualisierung: 26.04.2026, 06.06 Uhr
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