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Raiffeisen Passiv-Bürohochhaus

  • Kategorie: Energieeffiziente Gebäude
  • 2., Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen Platz
  • Baujahr: 2012
Gebäudeansicht
In diesem Bild ist das Passiv Bürohochhaus zu erkennen. Das Gebäude besteht aus mehreren Stockwerken weiters ist die Fassadenmauer aus Glas.
Raiffeisen Passiv-Bürohochhaus - Bild 1

An jenem Standort, an dem die Organisation erdölexportierender Länder OPEC 30 Jahre lang ihren Hauptsitz hatte, errichtete die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien das weltweit erste zertifizierte Passiv-Bürohochhaus. Der 78 Meter hohe Zubau steht gleich neben dem bereits 1975 erbauten  Raiffeisen-Hochhaus und setzt neben einer zweischaliger Klimaschutz-Fassade auf einen ausgeklügelten Mix aus Geothermie, Photovoltaik, Bauteilaktivierung und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung auf Basis von Biogas. Durch den Einsatz von Drei-Scheiben-Isolierverglasung gelingt eine optimale Dämmung der Fensterflächen; die Fassade ermöglicht eine gute Tageslichtlenkung sowie eine natürliche Lüftung und Regulierung des Hitzeeintrags beziehungsweise der Wärmeabstrahlung. Für das Gebäude wurde ein Heizwärmebedarf von 14 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) errechnet, ein Kühlenergiebedarf von 9 kWh/m²a und ein Primärenergiebedarf kleiner als 120 kWh/m²a.

Es werden alle vor Ort verfügbaren Möglichkeiten der Energiegewinnung genutzt: Das Wasser aus dem Donaukanal wird sowohl zur Kühlung als auch zur Beheizung eingesetzt, auf dem Dach befindet sich eine 420 Quadratmeter große Photovoltaikanlage. Herzstück der technischen Gebäudeausrüstung ist die Kraft-­Wärme­-Kälte-­Kopplung (KWKK) auf Biogasbasis. Der Wärmebedarf wird zu 40 % aus der KWKK gespeist, zu 38 % aus der Abwärme des Rechenzentrums, zu 7 % aus Geothermie und 15 % werden durch Fernwärme abgedeckt. Für das Kühlen werden zirka 28 % des Energiebedarfs mit Hilfe des Donaukanalwassers gedeckt, 8 % durch Geothermie, 29 % aus der Kompressionskältemaschine und 33 % aus der Absorptionskältemaschine, die wiederum von der KWKK versorgt wird. Im Foyer des Gebäudes haben Interessierte die Möglichkeit, sich mit Hilfe eines Multimediasystems über die Energieversorgung des auch international beachteten Vorzeige-Gebäudes zu informieren. Hierzu werden laufend aktuelle Energieerzeugungs- und ‑verbrauchsdaten verarbeitet.

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Stadt Wien - Energieplanung

Energieplanung (MA 20)
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