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Penzinger Straße

  • Kategorie: Leuchtturmprojekte Photovoltaik
  • 14., Penzinger Straße
  • Baujahr: 1690
In diesem Bild ist der Innenhof sowie die Vorderanischt einer Wohnhausanlage mit Denkmalschutz in der Penziger Straße zu sehen. Die Wohnhausanlage ist weiß mit bähischen Fassadeteilen.

Aufgrund des Denkmalschutzes waren neue Vorschriften des Rauchfangkehrers (wie z.B. die Errichtung von Stegen für den Zugang zu den Kaminen der Gasheizungen) schwierig umzusetzen, woraufhin der Eigentümer sich kurzerhand für den Ausstieg aus Gas entschied. Anfang 2022 wurde mit der Heizungsumstellung inklusive thermischer Sanierung begonnen. Der Denkmalschutz des „Töpfelhauses" gab dabei den Rahmen für die Umsetzungen vor. So wurde beispielsweise das Erscheinungsbild der bestehenden Fenster und der von der Straße sichtbare Teil der Fassade erhalten. Möglich war jedoch die Anbringung einer Dämmung auf der Rückseite des Gebäudes und in der obersten Geschoßdecke. Im Zuge der Erneuerung des Daches wurde der Dachboden zu Wohnräumen und einem Seminarraum ausgebaut. Der historische Dachstuhl wurde aus Denkmalschutzgründen erhalten und mit einem zusätzlichen Dachstuhl ergänzt, welcher das neue thermisch optimierte Dach trägt. Dank dieser Maßnahmen konnte der Heizwärmebedarf auf 64 kWh/m²a gesenkt werden. Während des gesamten Umbaus stand das Gebäude leer, lediglich der Eigentümer verblieb in einer Wohnung. 

Die Heizungsumstellung gelang mit Hilfe einer Erdwärmepumpe. Hierfür wurden im Garten 14 Erdsonden im Abstand von acht bis neun Metern und bis zu einer Tiefe von 120 Metern gebohrt. Die Schwierigkeit lag dabei in der Befahrbarkeit des lockeren Untergrundes. Für das Bohrgerät musste eine eigene Schotterstraße angelegt werden. Die Sole-Zuleitungen führen nun durch den Garten und unter einem Teil des Hauses in die Heizzentrale im Keller. Dort befinden sich drei Pufferspeicher (zu je 500 Liter), welche für die Heizung und die Warmwasserbereitung zur Verfügung stehen. Ergänzt wird das neue System mit einer dachintegrierten Photovoltaikanlage (17 kWp) und einem 17,5 kWh Batteriespeicher. In der Jahresbetrachtung wird mittels der Photovoltaikanlage so viel Strom bereitgestellt, wie für die Wärmebereitstellung und den Haushaltsstrom der Bewohner*innen gebraucht wird. Eine Kühlung mit Hilfe der Erdsonden wurde vorerst nicht realisiert, da das Gebäude aufgrund der dicken Mauern auch an heißen Tagen einen guten Wohnkomfort bietet.

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