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Krankenhaus Göttlicher Heiland

  • Kategorie: Energieeffiziente Gebäude
  • 17., Dornbacher Straße
  • Baujahr: 2018
In diesem Bild ist das Krankenhaus Göttlicher Heiland zu erkennen. Das Gebäude besteht aus mehreren Stockwerken weiters ist die Fassadenmauer in weiß gehalten.
Vorderansicht rechts-Bild 1

Das Krankenhaus Göttlicher Heiland im Hernalser Bezirksteil Dornbach wurde 1935 als katholisches Ordensspital für 100 Betten eröffnet; seither erfuhr es mehrere Erweiterungen. Heute umfasst die privat-gemeinnützige Einrichtung knapp 300 Betten und rund 700 Angestellte. Um die Raumsituation zu verbessern und zu modernisieren, wurde in den Jahren 2015-2018 neben dem Bestandsbau ein neuer Trakt mit Betten- und Funktionsgeschoßen (OP-Anlagen, Intensivstation, Therapie- und Behandlungsräume) errichtet.

Der neue Bauteil mit rund 8.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche wird ausschließlich mittels Geothermie beheizt. Dazu wurden 36 Erdwärmesonden jeweils 200 Meter tief ins Erdreich eingebracht. In ihnen zirkuliert eine Trägerflüssigkeit, die die Wärmeenergie des Bodens aufnimmt und an eine Sole-Wasser-Wärmepumpe abgibt, welche die gewonnene Wärme auf die benötigte Temperatur für die Beheizung anhebt.

In den Sommermonaten wird die Anlage dagegen zur Kühlung des Gebäudes verwendet. Denn Erdwärmesondenfelder können nicht nur als Wärmequellen, sondern auch als Wärmesenken dienen. Sie können dabei ohne zusätzliche Kosten als saisonale Speicher genutzt werden: Die im Sommer eingespeiste Überschusswärme wird im Winter wieder entnommen, was zu einer über das Jahr ausgeglichenen thermischen Bilanz des Untergrunds beiträgt.

Beim Bau von Erdwärmesondenfeldern ist die Kenntnis der (hydro)geologischen und thermischen Eigenschaften des Untergrunds von zentraler Bedeutung, um eine optimale Auslegung der Sonden hinsichtlich Anzahl, Länge und Abstand zu gewährleisten. Wie eine zunehmende Zahl an Projekten zeigt, ist Geothermie auch in größeren Leistungsbereichen im urbanen Raum gut umsetzbar. Dabei zeichnet sich die Technologie neben ihrer Umweltfreundlichkeit auch durch sehr geringe Betriebskosten aus.

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