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Hochdruck-Wärmespeicher Simmering

  • Kategorie: Innovative Systeme
  • 11., 1. Haidequerstraße
  • Baujahr: 2013
In diesem Bild ist die Hochdruck-Wärmespeicher in Simmering zu erkennen.
Wärmespeicher Simmering Bild 1

Bereits im Jahr 2013 errichtete Wien Energie einen neuartigen Wärmespeicher, der Wärme zeitlich unabhängig von deren Erzeugung bereitstellen kann. Verglichen wird der Wärmespeicher auf dem Gelände des Kraftwerks Simmering oft mit einer gigantischen Thermoskanne. Die beiden Speicherbehälter sind 45 Meter hoch und stehen unter fünfeinhalb Mal so viel Druck wie ein Druckkochtopf. Beide Behälter sind mit heißem (150 Grad) und „kaltem“ (70 Grad) Wasser gefüllt. Der hohe Druck dient dazu, dass das Wasser bei über 100 Grad nicht verdampft. Durch den Druck und weitere physikalische Kräfte entsteht eine Trennschicht zwischen den beiden unterschiedlich warmen Wassermengen, die sich nie miteinander vermischen.

Wird zusätzliche Wärme im Netz benötigt, wird heißes Wasser entnommen und mit Nachschub aus dem Fernwärmesystem ersetzt – ermöglicht durch ein komplexes Netz an Röhren, Ventilen und Pumpen. Soll dagegen Energie eingespeichert werden, wird kaltes Wasser abgelassen und mit heißem nachgefüllt. Die Speicher werden pro Jahr jeweils rund 2.200 Stunden be- und entladen. Die jährlich gespeicherte und somit auch entnommene Wärmemenge beträgt rund 145.000 Megawattstunden. Das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Wärmebedarf von 20.000 Haushalten. Der Speicher ermöglicht eine zeitliche Entkoppelung von Wärmeerzeugung und -verbrauch. Dadurch wird der Einsatz von Spitzenkesseln bei hohem Bedarf minimiert. Durch die Optimierung von Produktion und Speicherung werden jährlich rund 11.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Die Anlage wurde in 14 Monaten Bauzeit errichtet und ist seit Mitte November 2013 in Betrieb. Die Investitionskosten betrugen 20 Millionen Euro. Wärmeproduzenten wie die Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerke in Simmering, Donaustadt und der Leopoldau sowie die thermischen Abfallbehandlungsanlagen sind integriert.

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