Fernkälte Schottenring
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Kategorie: Innovative Systeme
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1., Zelinkagasse
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Baujahr: 2012
Mit der Fernkältezentrale Schottenring in der Zelinkagasse zwischen Ringturm und Palais Hansen wird umweltfreundliche Fernkälte mitten in der Innenstadt verfügbar gemacht. Um Stadtbild und Denkmalschutz nicht zu berühren, wurde die Kältezentrale in Erweiterung eines Garagenbauprojekts in einem unterirdischen Schachtbauwerk untergebracht. Seit 2013 produziert die Anlage Fernkälte in drei verschiedenen Verfahren: Das Hauptverfahren ist die Erzeugung von Kälte aus Abwärme der Müllverbrennungsanlage Spittelau. Sogenannte Absorptionsmaschinen produzieren die Fernkälte aus der durch Fernwärmeleitungen angelieferten Energie (sowie in Zukunft auch aus Geothermie). Zweitens kann Fernkälte mit elektrischer Energie in effizienten Kompressoren erzeugt werden. Zur Rückkühlung der Kältemaschinen wird darüber hinaus Wasser aus dem Donaukanal zur Kältezentrale geführt, das als erwärmtes Kühlwasser wieder in den Donaukanal zurückfließt. Durch diese effiziente und günstige Kühlmethode des „Free Cooling“ wird die Errichtung von Kühltürmen in den Innenstadtgebäuden vermieden. Die Anlage ist auf eine Gesamtleistung von 15 Megawatt ausgelegt – das entspricht der Kühlleistung von umgerechnet 100.000 handelsüblichen Kühlschränken. Von der Kältezentrale Schottenring ausgehend versorgt ein Kältenetz mit derzeit rund 2.400 Trassenmetern FernkälteKunden in der Umgebung. Dazu gehören Büros, Hotels und Gewerbeimmobilien mit hohem Kältebedarf wie die Wiener Städtische Versicherung, das Hotel Kempinski oder die Österreichische Nationalbank. Weitere Anschlüsse – etwa für die Hauptuniversität Wien – befinden sich in Planung. Das Fernkältenetz ist Teil der Smart City-Initiative der Stadt Wien.
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- Letzte Aktualisierung: 25.04.2026, 06.09 Uhr
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