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ebswien Hauptkläranlage

  • Kategorie: Innovative Systeme
  • 11., 11. Haidequerstraße
  • Baujahr: 2015
Ansicht von Oben
In diesem Bild ist von der Vogelperspektive die ebswien Hauptkläranlage zu erkennen. Das Bild zeigt die zahlreichen Reinigungsbecken von der Kläranlage.
ebswien Hauptkläranlagen - Bild 1

Rund 60 Gigawattstunden an Strom verbraucht die Wiener Hauptkläranlage „ebswien“ jährlich zur Reinigung der gesamten in der Stadt anfallenden Abwässer; das entspricht einem knappen Prozent des Wiener Gesamtverbrauchs. Durch die effiziente Nutzung der im Klärschlamm enthaltenen Energie kann die ebswien ab dem Jahr 2020 die gesamte zur Abwasserreinigung benötigte Energie selbst aus dem erneuerbaren Energieträger Klärgas erzeugen. Davon profitiert auch die Wiener Klimabilanz erheblich: Der Ausstoß von CO2-Äquivalenten sinkt ab 2020 um rund 40.000 Tonnen pro Jahr. Kern des Projekts ist die Ausfaulung des Klärschlamms zur Wärme­ und Stromgewinnung. Dafür wird der bei der Klärung anfallende Schlamm zukünftig in sechs Faulbehältern mit einer Höhe von je 35 Metern unter Sauerstoffabschluss (anaerob) stabilisiert. Mittels Blockheizkraftwerk wird das dabei entstehende Klärgas in Strom umgewandelt.

Die „ebswien hauptkläranlage“ zählt bereits jetzt zu den größten und modernsten Abwasserbetrieben Europas. Hier werden pro Sekunde über 6.000 Liter Abwasser derart gründlich gereinigt, dass die Donau flussabwärts der Millionenstadt die gleiche hohe Wassergüte aufweist wie stromaufwärts. Eine umweltfreundliche Energiegewinnung wird im Rahmen des Projekts „SternE“ (Strom aus erneuerbarer Energie) durch Installation eines Windrades sowie einer Solarthermie­ und Photovoltaikanlage erreicht. Die Windkraft­ Kleinanlage mit einer Nabenhöhe von 19 Metern ist seit Mitte 2011 auf dem Anlagengelände in Betrieb. Sie liefert jene Energie, welche für die Beleuchtung der 3.500 Meter langen Kollektorgänge im „Keller“ des Anlagengeländes benötigt wird. Die Solarthermieanlage mit einer Kollektorfläche von 126 Quadratmetern reduziert seit 2010 die für die Warmwasserbereitung benötigte Energie um knapp 40 Prozent. Darüber hinaus speist eine 70 Quadratmeter große Photovoltaikanlage die Solartankstelle zur Versorgung der Elektrofahrzeuge des ebswien­Fuhrparks mit Sonnenstrom.

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Stadt Wien - Energieplanung

Energieplanung (MA 20)
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