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Bundesrechenzentrum

  • Kategorie: Innovative Systeme
  • 3., Hintere Zollamtstraße
  • Baujahr: 2012
Vorderansicht
In diesem Bild ist das Bundesrechenzentrum zu erkennen. Das Gebäude hat mehrere Stockwerke sowie eine große Fensterfassade.
Bundesrechenzentrum (BRZ) - Bild 1

Die Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ) ist IT-Dienstleistungszentrum und marktführender E‑Government-Partner der österreichischen Bundesverwaltung (z.B. für FinanzOnline, HELP.gv.at) und verfügt über eines der größten Rechenzentren des Landes. Ziel der BRZ GmbH ist es, das „grünste“ Rechenzentrum Österreichs zu werden, um damit Treibhausgasemissionen ebenso wie Kosten zu sparen. Neben Infrastrukturmaßnahmen kommt dazu modernste Informations­ und Kommunikationstechnologie zum Einsatz.

Das Projekt zur Abwärmenutzung im Bundesrechenzentrum wurde im Rahmen des 2010 gestarteten „Green­IT“­Maßnahmenpakets mit 11 Teilprojekten und dem Beratungsprogramm „Ökoprofit“ entwickelt. Das Programm setzt unter anderem auf die Senkung der Betriebskosten durch den effizienten Einsatz von Ressourcen. Das Virtualisieren von Hochleistungsservern des BRZ erhöht die Energieeffizienz der Systeme im Rechenzentrum durch Steigerung der Auslastung um 50 Prozent. Hier setzt das BRZ auch Flüssigkeitskühlung ein, aus der Abwärme gewonnen wird, mit der indirekt die BRZ­Mitarbeiterinnen und ‑Mitarbeiter in den angeschlossenen Büros mit täglich zirka 10 Kubikmetern Warmwasser versorgt werden können. Der Kühlwasserrücklauf des Rechenzentrums weist eine Temperatur von 12 Grad auf und wird auf 6 Grad abgekühlt. Diese Temperaturdifferenz nutzt eine Wärmepumpe zur Heizung des Trinkwassers in zwei Warmwasserboilern auf 48 Grad – und senkt somit den Fernwärmebedarf. Dank einer neuen Umluftkühlung für Serveranlagen wird außerdem der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) um bis zu 50 Tonnen pro Jahr reduziert. Ein weiterer Ansatz zur Reduktion des CO2-Ausstoßes ist „Free Cooling“. Dabei wird kühle Außenluft zur Senkung der Serverraumtemperatur verwendet und somit eine jährliche Einsparung von über 350 Tonnen Kohlendioxid erreicht. Insgesamt konnten durch das Maßnahmenpaket des BRZ der Stromverbrauch um 27 Prozent, der CO2-Ausstoß um 40 Prozent und der Fernwärmebedarf um 91 Prozent reduziert werden.

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