Bremsenergie-Rückgewinnung Wiener Linien
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Kategorie: Innovative Systeme
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22., U-Bahn Station Hardeggasse
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Baujahr: 2014
Die Wiener Linien haben den Großteil ihrer Schienenfahrzeuge mit der erforderlichen Technik ausgestattet, um die enorme kinetische Energie, die beim Bremsen der tonnenschweren Waggons auftritt, wieder in elektrische Energie umzuwandeln und diese in ihr Gleichstromnetz rückzuspeisen (sogenannte Rekuperation). Züge in der unmittelbaren Umgebung nützen diese Energie bereits heute zum Anfahren. War jedoch gerade kein anfahrender Zug in der Nähe, musste die Bremsenergie bislang ungenutzt bleiben.
In dem im Jahr 2014 gestarteten Projekt „Brake Energy“ wurde daher untersucht, wie dieses Potenzial gehoben werden kann. Dazu wurde in der U2-Station Hardeggasse eine Pilotanlage eingebaut, die den überschüssigen Gleichstrom in Wechselstrom mittlerer Spannung umwandelt, welcher anschließend für den Betrieb der Stationsanlagen genutzt werden kann. Ist ein direkter Energiefluss zwischen bremsenden und anfahrenden Zügen gerade nicht möglich – etwa bei längeren Intervallen am Wochenende –, steht nun stattdessen Strom für Anlagen wie Licht, Aufzüge, Fahrtreppen, Lüftung und Sonstiges in der Station zu Verfügung. Auf diese Weise konnten bereits im ersten Versuchsjahr der Anlage 1,6 Gigawattstunden oder der Jahresstromverbrauch von etwa 360 Haushalten aus Bremsenergie gewonnen und damit eingespart werden. Wegen des großen Erfolgs des Pilotprojekts sollen in den nächsten Jahren fünf weitere Stationen mit solchen Bremsenergie-Anlagen ausgestattet werden.
Bekannter ist das Funktionsprinzip der Rekuperation bislang zumeist im Zusammenhang mit Elektroautos – auch dort kann rekuperatives Bremsen zur Energierückgewinnung eingesetzt werden. So nutzen etwa auch die Elektro-Autobusse der Wiener Linien Bremsenergie, um Strom in ihren Akku zurückzuspeichern.
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- Letzte Aktualisierung: 29.06.2026, 06.07 Uhr
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