Abwärmenutzung Therme Wien
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Kategorie: Innovative Systeme
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10., Kurbadstraße
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Baujahr: 2022
Seit Mitte der 50er-Jahre sorgt die 54 Grad heiße Thermalquelle in Wien-Oberlaa für Heilung und Entspannung vieler tausender Badegäste jährlich. Das Abwasser der Therme, welches immerhin noch eine Temperatur von über 30 Grad besitzt, wurde bis vor Kurzem nicht weiter genutzt. Das ist seit dem Frühjahr 2022 anders: Im Keller der Therme Wien befinden sich nun zwei riesige Sammelbehälter mit angeschlossenen Wärmepumpen, die die Restwärme aus dem Wasser aufnehmen und in Fernwärme mit bis zu 85 Grad Celsius umwandeln. Die Funktionsweise der beiden mit Ökostrom betriebenen Großwärmepumpen entspricht im Prinzip der eines Kühlschranks – nur umgekehrt: Was dort als Abwärme entsteht, ist hier die gewünschte Heizenergie.
Das in der Anlage gewonnene Heißwasser wird in Folge direkt in das lokale Fernwärmenetz der Stadt eingespeist. Die Leistung der Anlage von rund zwei Megawatt und mit einer Gesamtwärmeproduktion von 11 Gigawattstunden pro Jahr versorgt so etwa 1.900 Haushalte in Oberlaa und spart jährlich 2.600 Tonnen CO2 ein.
Wärme zu nutzen, die sowieso schon vorhanden ist, ist besonders klimafreundlich und umweltschonend. Der Anlagenbetreiber Wien Energie greift daher zunehmend auf die Abwärme von Gewerbe- und Industriebetrieben zurück und forscht an neuen Anwendungsmöglichkeiten, um etwa Restwärme aus Kanalwasser oder Rauchgas nutzbar zu machen. Dies soll dazu beitragen, die Fernwärme in Wien bis 2040 klimaneutral zu machen.
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- Letzte Aktualisierung: 26.04.2026, 06.08 Uhr
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