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Stadtsoziologie und Stadtökonomie

Metropolen wie Wien stehen im Zentrum sozialen und ökonomischen Wandels. Sie sind konfrontiert mit globalen Trends, Migrationsbewegungen und sich wandelnden Lebensstilen. Die Stadtsoziologie liefert wichtige Erkenntnisse zu diesen Dynamiken, sodass Politik und Verwaltung bestehende Maßnahmen bewerten beziehungsweise neue Ansätze entwickeln und fundierte Entscheidungen treffen können.

Demografische Entwicklungen und sozialräumliche Analysen

Trends wie eine steigende Lebenserwartung oder neue Lebens- und Familienformen führen zu Ungleichheiten und unterschiedlicher Entwicklung in den Wiener Grätzln. Die Abteilung für Stadtentwicklung und Stadtplanung beobachtet die sich ändernde Verteilung von Bevölkerungsgruppen. Mit dieser Basis kann eine gleichwertige Lebensqualität sichergestellt werden. Dafür werden allen voran Themen wie Bevölkerungsdichte und -entwicklung, Durchschnittsalter oder Herkunft untersucht.

Grundlage der Analysen bilden die Daten der Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23).

Lebensqualitätsstudien

Die Lebensqualität liegt in Wien auf einem hohen Niveau. Ein zentrales Ziel der Stadtplanung ist es, dies auch weiterhin zu garantieren.

Die Wiener Lebensqualitätsstudien erforschen seit 1995 regelmäßig, wie sich die hohe Lebensqualität auf verschiedene Bevölkerungsgruppen und Stadtgebiete verteilt. Es handelt sich dabei um Befragungen der Wiener Gesamtbevölkerung zu verschiedenen Lebensbereichen wie Wohnen, Arbeit, Familie oder der Zufriedenheit mit öffentlichen Angeboten.

Die Ergebnisse dienen dazu, Entscheidungen im Bereich von Politik und Verwaltung besser auf die Bedürfnisse der Bürger*innen abzustimmen.

Fakten zu den Studien

  • International einzigartiges, langfristiges und umfassendes Monitoring-Projekt zur Lebensqualität in einer Stadt
  • Stichprobengröße von mehr als 8.000 befragten Haushalten
    • eine der größten Bevölkerungsbefragungen Österreichs
    • Betrachtung spezifischer Bevölkerungsgruppen möglich
    • repräsentativ für die Wiener Gesamtbevölkerung
  • Sozialräumliche Unterschiede durch entsprechendes Stichproben-Design analysierbar
  • Langzeitbeobachtung von Lebensqualitätstrends
  • Zahlreiche Indikatoren für subjektive (zum Beispiel Wohnzufriedenheit) und objektive Lebensqualität (zum Beispiel Wohnungsgröße und -ausstattung) enthalten

Segregation in Wien

Segregation beschreibt die räumliche Trennung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in einer Stadt. Verglichen mit anderen europäischen Städten ist die Segregation in Wien eher gering.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die soziale Zusammensetzung der Wohngegenden eindeutig, aber auch ihre Qualität war sehr unterschiedlich. Adel und Großbürgertum lebten im prächtigen Zentrum, Handwerker*innen sowie das Kleinbürgertum in der Vorstadt, die Arbeiterklasse in den Zinskasernen außerhalb des Gürtels.

Wie hat sich die Verteilung der Bevölkerungsgruppen in der jüngsten Vergangenheit entwickelt? Diese Frage ist wichtig, um auch weiterhin möglichst gute und gleichwertige Lebensqualität für alle Bewohner*innen sicherzustellen. Denn Segregation ist ein Indikator für unterschiedliche Attraktivität der Wohnviertel. Wenn sie sinkt, ziehen Menschen, die es sich leisten können, weg. Kommt es dagegen zu übertriebener Aufwertung, werden die sozioökonomisch Schwächeren nach und nach verdrängt.

Die Stadt versucht daher, durch gezielte Förderungen ausgleichend zu wirken. Die Segregation hat in Wien nicht von selbst abgenommen. Das war das Ergebnis vieler Bemühungen der Stadt:

  • Ausbau städtischer Einrichtungen
  • Bau von Sozialwohnungen
  • Stadterneuerung seit den 1970er-Jahren

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Stadt Wien - Stadtentwicklung und Stadtplanung

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