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Masterplan Urbane Logistik

Wien legt österreichweit den ersten Gesamt-Plan für nachhaltigen Wirtschaftsverkehr vor. Die Ziele sind weniger Verkehr, mehr Effizienz und Kostenökonomie.

Lieferwägen im innerstädtischen Bereich

Der städtische Wirtschaftsverkehr nimmt von Jahr zu Jahr zu, egal ob für den Handel, die Gastronomie, die Bau- und Industrielogistik oder Paketdienste. Laut aktuellen Zahlen macht der Wirtschaftsverkehr in Wien bis zu 20 Prozent aus. Das ist ein Fünftel des gesamten städtischen Verkehrs. Wien hat sich zum Ziel gesetzt, die Logistik zu optimieren und gleichzeitig klimafit und effizient zu gestalten.

Mit dem „Masterplan Urbane Logistik“ liegt erstmals eine Gesamtstrategie für nachhaltige Logistik vor. Er wurde von Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit den Wiener Stadtwerken und den Wirtschaftstreibenden Wiens erstellt.

Der Masterplan ist ein Best-of vorhandener Ansätze in der Logistik und führt sämtliche Ideen von mehr Umweltfreundlichkeit bei der „letzten Meile“ bis zu Paketboxen im „Hausschlapfen-Radius“ zusammen. Das zentrale Prinzip sind die 3 Vs:

  • Vermeiden
  • Verlagern
  • Verbessern

Das bedeutet, nicht zwingend erforderliche Verkehrswege zu vermeiden, verbleibende Wege auf nachhaltige Transportmittel und -konzepte zu verlagern und im Sinne einer umweltfreundlichen Logistik zu verbessern.

Download

Masterplan Urbane Logistik (PDF)

Zentrale Aussagen des Masterplans Urbane Logistik

Umweltfreundliche „letzte Meile“

Die Stadt Wien strebt an, den Fahrzeugeinsatz in der Logistik auf der letzten Meile mit umweltfreundlicheren, leiseren und flächeneffizienteren Fahrzeugen zu forcieren, indem sie für bestimmte Anwendungsfälle den Einsatz alternativer Zustellfahrzeuge wie beispielsweise (E)-Lastenräder oder vergleichbare Fahrzeugkonzepte ermöglicht und fördert.

Paketboxen im „Hausschlapfen-Radius“

Die Stadt Wien unterstützt die Wiener Stadtwerke beim Aufbau eines dichten Netzes von „White Label Smart Lockern“ (betreiberunabhängige Paketboxen wie jene im Nextbox-Netzwerk), um die Paketzustellung auf der letzten Meile zu optimieren. Diese öffentlich zugänglichen Paketboxen ermöglichen rund um die Uhr die flexible Übergabe von Paketen und anderen Waren. Damit werden fehlgeschlagene Zustellversuche und unnötige Leerfahrten vermieden oder ermöglichen eine Bündelung von Logistikwegen, was zu weniger Verkehr und Emissionen führt. Die Nutzung des öffentlichen Raums für Logistikzwecke soll jedoch auf das notwendige, praktikable Minimum beschränkt werden.

Prüfung von Zero Emission Zones

Um auch im Wirtschaftsverkehr die entsprechenden Ziele hinsichtlich CO2-Einsparung zu erreichen, sollen sogenannte „Zero Emission Zones“ geprüft werden. Jedenfalls soll dies in enger Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Wirtschaftstreibenden sowie einer wissenschaftlichen Begleitung erfolgen. Voraussetzung dafür sind jedoch entsprechende Anpassungen bundesgesetzlicher Regelungen wie der Straßenverkehrsordnung (StVO) und des Immissionsschutzgesetzes – Luft (IG-L).

Bezirkslogistik-Konzepte

Für Gebiete mit besonderen Herausforderungen im Bereich des Wirtschaftsverkehrs beziehungsweise der Logistik plant die Stadt die Entwicklung räumlich abgegrenzter Konzepte, die in enger Abstimmung mit den Bezirken und der Wirtschaftskammer Wien sowie unter Einbeziehung lokaler Akteur*innen - gegebenenfalls auch bezirksübergreifend - umgesetzt werden.

Als Leuchtturmprojekt dazu soll in den nächsten Jahren ein Bezirkslogistik-Konzept für den 1. Bezirk erarbeitet werden.

Ausbau der E-Ladeinfrastruktur

Um für die zwingend notwendige Umstellung der Fuhrparks im Logistikverkehr von fossilen auf alternative, lokal emissionsfreie Antriebe nachhaltigere Rahmenbedingungen zu schaffen, muss die E-Ladeinfrastruktur mit Augenmerk auf Schnelllader besonders auch für den Wirtschaftsverkehr weiter ausgebaut werden. Der bedarfsgerechte, barrierefreie und weitere Ausbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur wird durch die Stadt Wien kontinuierlich weiterverfolgt und umgesetzt.

Ladezonen: unabhängig vom Betrieb und für Anwohner*innen

Die Nutzung ausgewiesener Ladezonen soll effizienter gestaltet werden, um auch das Verkehrsaufkommen durch bessere Möglichkeiten zur Routenplanung für Dienstleister*innen zu reduzieren und das Parken in 2. Reihe beziehungsweise auf Rad- und Fußwegen zu verhindern. Dabei sollen durch eine multifunktionale Nutzung auch Anrainer*innen kurze Ladetätigkeiten ermöglicht und der Ausbau von Grätzl-Ladezonen forciert werden.

Weitere Themen im "Masterplan Urbane Mobilität" betreffen unter anderem die Güterlogistik per Wasserweg, den Ausbau von Zulaufstrecken im Schienengüterverkehr, die Förderung von Anschlussbahnen sowie die weitere Modernisierung des Hafen Wien.

Zentrale Koordinierungsstelle für Logistik

Logistik umfasst ein breites Themenfeld, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl an Akteur*innen innerhalb und außerhalb der Stadt Wien. Um die vielfältigen Bestrebungen und Vorhaben zur Urbanen Logistik in Wien zielgerichtet voranzutreiben, soll eine Koordinationsrolle innerhalb der Stadt Wien etabliert und in enger Kooperation mit den Wiener Stadtwerken ausgeführt werden.

Angesiedelt ist die Rolle innerhalb der Abteilung für Stadtentwicklung und Stadtplanung. Die Koordinationsrolle soll die Logistik-Themen der Stadt bündeln und steuern, parallele Projekte koordinieren und aktuelle Entwicklungen innerhalb der Stadt und ihrer Unternehmen kommunizieren. Kern dieser Aufgabe wird die Umsetzung des Masterplans Urbane Logistik darstellen. Die Hauptziele sind, den internen und externen Wissensaustausch zu fördern sowie Kontaktpunkte und Schnittstellen zu optimieren.

Kontakt

Stadt Wien - Stadtentwicklung und Stadtplanung

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