In der ganzen Stadt wird nach dem Motto "Raus aus dem Asphalt" entsiegelt und begrünt. Auch in Simmering tut sich viel: Zuletzt wurde der Enkplatz mit 38 neuen Bäumen eröffnet. Aktuell wird die Simmeringer Hauptstraße zwischen Litfaßstraße und Zippererstraße umgestaltet.
Dieser Abschnitt der Simmeringer Hauptstraße ist stark versiegelt. Die Neugestaltung bietet daher viele Chancen für mehr Begrünung, Schatten, Wasserelemente und verbesserte Aufenthaltsqualität.
Bereits im Oktober 2024 wurden auf der Höhe der abzweigenden Litfaßstraße 4 Platanen gepflanzt sowie Bänke und ein Trinkhydrant aufgestellt. Der asphaltierte Boden wurde durch eine frische Grünfläche ersetzt. Auf der entsiegelten Fläche kann nun Regenwasser versickern, was die Kanalisation entlastet und gleichzeitig den Wurzeln der Bäume frisches Wasser zuführt.
Umgestaltung des Abschnitts zwischen Litfaßstraße und Zippererstraße
Die Bauarbeiten für die Umgestaltung haben Mitte Mai 2026 begonnen. Im Sommer 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Im Zuge der Neugestaltung sind derzeit 52 neue Bäume in unterschiedlicher Größe geplant. Sie sollen die Platanenreihe der Simmeringer Hauptstraße fortsetzen und künftig Schatten spenden.
Die zahlreichen Einbauten unter der Straßenoberfläche werden bei den Pflanzungen berücksichtigt. Überall dort, wo etwa wegen darunterliegender Leitungen, keine Bäume gepflanzt werden können, setzt die Stadt zum Beispiel auf Hochstammsträucher. Auch auf der Simmeringer Hauptstraße sollen rund 25 neue, baumähnliche Hochstammsträucher Platz finden. Bestehende Bäume bleiben erhalten.
In Summe werden durch die Neuerungen rund 5.900 Quadratmeter Asphalt entsiegelt. Für mehr Artenvielfalt, Frische und Farbe im Straßenraum sind rund 3.000 Quadratmeter Grünbeete geplant. Eine neue versickerungsfähige, helle Pflasterung sorgt für deutlich weniger Hitze im Sommer. Ein Bewässerungssystem sichert die Wasserversorgung der Bepflanzung.
Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen, helle Pflasterung und mehr Platz für Fußgänger*innen
Der Abschnitt der Simmeringer Hauptstraße soll nicht nur grüner, schattiger und attraktiver gestaltet werden, sondern insgesamt besser zu nutzen sein - besonders, wenn man zu Fuß unterwegs ist.
Zum Rasten finden sich in Zukunft rund 30 neue Sitzgelegenheiten. 2 Trinkhydranten werden frisches Wasser spenden und so für ein besseres Mikroklima sorgen. Dazu kommt eine helle Pflasterung für die Gehbereiche, damit diese im Sommer kühler bleiben.
Die Gestaltung des Straßenraums wird für eine angenehme Unterteilung, gute Sichtachsen und verbesserte Blickbeziehungen an den Kreuzungen sorgen. Stellenweise werden die Gehwege breiter angelegt, damit mehr Platz zum Gehen entsteht. Außerdem werden Querungen für Fußgänger*innen sicherer und barrierefrei gemacht und Haltestellen verbessert.
Die Geschichte Simmerings vor Ort entdecken
Ein Highlight gibt es in Zukunft für alle Geschichtsinteressierten: Im gesamten Projektgebiet werden bald verteilt Granitelemente mit eingravierten Fragestellungen und QR-Codes installiert. Jede dieser Installationen greift eine unterschiedliche Fragestellung auf und lädt dazu ein, die Lokalgeschichte Simmerings zu entdecken. Durch das Scannen des jeweiligen QR-Codes können Interessierte spannende Informationen über die Geschichte der Simmeringer Hauptstraße sowie über die Geschichte Wiens abrufen.
Rinnböckstraße als fahrradfreundliche Straße
Parallel zur Simmeringer Hauptstraße verläuft die Rinnböckstraße. Erst Ende 2025 wurde die neugeschaffene Radachse fertiggestellt, welche nun die Haupt-Radroute durch den Bezirk darstellt. Von der Kopalgasse bis zur Schneidergasse hat sich die Rinnböckstraße in eine Fahrradstraße verwandelt. Ab der Schneidergasse geht es auf einem bis zu 3 Meter breiten, komfortablen 2-Richtungsradweg bis zum Rennweg. Unter dem Motto "Raus aus dem Asphalt" wurden entlang dieser Strecke über 800 Quadratmeter Grünflächen entsiegelt, die mit Staudenbeeten bepflanzt wurden. Zusätzlich verbessern 12 neu gepflanzte Bäume und 11 Hochstammsträucher das Mikroklima des Grätzls nachhaltig.
Wünsche aus Bürger*innen-Befragung werden umgesetzt
Um die Simmeringer Bevölkerung von Beginn an in das Projekt einzubeziehen, fand im Frühjahr 2025 eine Befragung dazu statt. Wie bei allen Bürger*innen-Befragungen ist auch das Ergebnis in Simmering eindeutig: Die Menschen wünschen sich mehr Begrünung und mehr Platz zum Zufußgehen und Verweilen.
Anteilig betrachtet gaben 84 Prozent der Teilnehmer*innen an, dass ihnen Begrünung und besseres Mikroklima wichtig sind. Als zweites wurden verstärkt Freiräume zum Rasten und Verweilen sowie mehr Sitzgelegenheiten genannt. Diese Wünsche sind in die Planung der Umgestaltung eingeflossen.
Dieses Projekt wird aus Fördermitteln der Europäischen Union kofinanziert.




