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Internationale Konferenz zu Governance religiöser Vielfalt - Wien als globaler Dialogort

Am 29. April 2026 fand in der Universität Wien die internationale Konferenz zu Governance religiöser Vielfalt statt.

Herr spricht vor Podest mit Mikrofon in einem prunkvollem Saal mit mehreren zuhörenden Personen im Halbkreis versammelt.
Dr. Alexander Wojda (BMEIA) am Podium mit Gastgeber Gemeinderat Dipl. Ing. Omar Al-Rawi (r.)

Am 29. April 2026 fand an der Universität Wien die internationale Konferenz "Governance of Religious Diversity: Comparing Models, Sharing Best Practices, and Deepening Bilateral and International Cooperation for Peaceful Coexistence" statt. Organisiert wurde die Veranstaltung durch die Universität Wien (Research Centre for Religion and Transformation, RaT) und das Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) in Kooperation mit der Stadt Wien.

Die Konferenz diente als akademisches und politisches Begleitformat zum 9. Österreichisch-Indonesischen Interkulturellen und Interreligiösen Dialog, der am 27. und 28. April 2026 in Graz stattfand. Während das bilaterale Format Österreich und Indonesien in den Mittelpunkt stellte, richtete sich die Wiener Konferenz an ein explizit internationales Fachpublikum aus Wissenschaft, Diplomatie, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft.

100 Teilnehmende aus zahlreichen Ländern

Herr in Anzug steht vor Podium mit Mikrofon in prunkvollem Saal.
Omar Al-Rawi

Rund 100 Teilnehmende aus mehr als einem Dutzend Ländern diskutierten in 4 thematischen Panels: rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen für Religionsfreiheit und Minderheitenschutz, religiöse Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt, Prävention von Radikalisierung sowie die Rolle von interreligiösem Dialog in der Außenpolitik und multilateralen Zusammenarbeit. Zum Abschluss fand ein Empfang im Wiener Rathaus statt, wo Gastgeber Gemeinderat Dipl. Ing. Omar Al-Rawi städtebezogene und internationale Schwerpunkte der Stadt Wien präsentierte.

Sprecher*innen

Zu den Sprecher*innen zählten hochrangige Vertreter*innen des BMEIA, des Kultusamts, der indonesischen Außen- und Religionsministerien, des Heiligen Stuhls, des Internationalen Dialogzentrums KAICIID in Lissabon, des Leimena-Instituts Jakarta sowie österreichischer Religionsgemeinschaften und Universitäten aus Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg.

Einzigartige institutionelle Tradition

Österreich bringt in diesen Dialog eine einzigartige institutionelle Tradition ein: Die gesetzliche Anerkennung des Islam seit 1912, ein differenziertes System von 16 anerkannten Religionsgemeinschaften als Körperschaften öffentlichen Rechts sowie eine aktive Rolle in der multilateralen Dialogarchitektur über OSZE und die Vereinten Nationen. Die Universität Wien als Austragungsort ist zudem Heimat des RaT-Forschungszentrums, das 2025 die Europäische Akademie für Religion mit 1.200 Wissenschaftler*innen aus über 60 Ländern beherbergte. Im BMEIA arbeitet seit 2007 die Task Force Dialog der Kulturen und Religionen am Ausbau des Dialogs und der Förderung des friedlichen Zusammenlebens.

Wien - als Sitz der Vereinten Nationen, der OSZE und OPEC - erwies sich einmal mehr als natürlicher europäischer Ort für einen vergleichenden Governance-Austausch, dessen Relevanz weit über die bilateralen Partner hinausreicht.

Kontakt

Stadt Wien - Magistratsdirektion - Büro des Magistratsdirektors, Gruppe Europa und Internationales

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