Das Ottakringer Kinder- und Jugendparlament wurde auch im Schuljahr 2025/2026 erfolgreich abgehalten. Über 1.200 Kinder und Jugendliche nahmen an den Workshops teil. Gemeinsam mit den zuständigen Fachdienststellen der Stadt Wien wurden die zahlreichen Vorschläge geprüft. Viele der Ideen wurden umgesetzt.
Mitreden - Mitgestalten - Demokratie erleben
Im Kinder- und Jugendparlament Ottakring können Kinder und Jugendliche ihre Ideen für den Bezirk einbringen und erleben, wie Demokratie funktioniert. Gemeinsam mit dem Verein MachMit! entwickeln sie Vorschläge für ihr Grätzl und setzen viele Projekte gemeinsam mit der Bezirksvorstehung sowie zahlreichen Partnerorganisationen um.
Bereits in Workshops an Schulen lernen die Teilnehmer*innen, wie politische Entscheidungen entstehen und wie sie ihre Anliegen in konkrete Anträge verwandeln können. In den Parlamentssitzungen präsentieren gewählte Abgeordnete diese Ideen, diskutieren sie und entscheiden gemeinsam über die nächsten Schritte. Viele Projekte werden anschließend gemeinsam geplant und umgesetzt . So erleben Kinder und Jugendliche unmittelbar, dass ihre Meinung zählt.
So funktioniert das Kinder- und Jugendparlament
1. Workshops vor Ort
Jährlich finden in den 3. und 7. Schulstufen Workshops statt, an denen jede Klasse teilnimmt. Dabei lernen die Kinder und Jugendlichen politische Abläufe kennen und entwickeln eigene Ideen weiter - zum Beispiel für ihren Schulhof oder den Lieblingspark.
2. Wahl der Abgeordneten
Jede Klasse wählt zwei Vertreter*innen, die ihre Ideen und Wünsche als "Abgeordnete" beim Kinder- oder Jugendparlament vertreten sollen.
3. Parlamentssitzung
Die "Abgeordneten" aus den Klassen präsentieren die Projekte in der Bezirksvorstehung Ottakring und bringen Anträge im Namen ihrer Klasse ein.
4. Projektumsetzung
Gemeinsam mit der Bezirksvorstehung, Vereinen und Institutionen setzen die Kinder und Jugendlichen ihre Ideen in die Realität um. So entstehen Feste, Tier- und Naturaktionen oder sportliche Angebote im Bezirk.
Altersgerechte Schwerpunkte
Bei den Volksschulkindern liegt der Fokus darauf, Demokratie direkt zu erleben: Durch die Begleitung bei der Ideenfindung und Antragsstellung können fast alle Projekte umgesetzt werden. So sehen sie sofort, dass ihre Ideen zählen und erleben, wie politische Prozesse in die Praxis umgesetzt werden können.
Bei den Jugendlichen der MS und AHS geht es zusätzlich um Abwägung und Entscheidungsfindung: Sie stimmen sich untereinander ab und präsentieren ihre Projektideen. Nur ein Antrag, jener mit den meisten Stimmen gewinnt. Dieser wird dann gemeinsam mit MachMit! geplant und umgesetzt. Hier lernen die Jugendlichen, wie man Prioritäten setzt, Kompromisse findet und gemeinsam Entscheidungen trifft.
Zahlen und Fakten 2026
- 56 Schulworkshops mit 1.205 Kindern und Jugendlichen
- 2 Workshops an der HTL Wien West mit 32 Jugendlichen
- 3 Parlamentssitzungen mit 116 Teilnehmer*innen
- 3 Projektwerkstätten mit 87 Jugendlichen
- 30 positiv beantwortete Anträge aus den Volksschulen
- 612 Kinder waren direkt an Projektumsetzungen beteiligt
- Zusammenarbeit mit 16 Kooperationspartner*innen
- Ottakringer Schulball mit 198 Jugendlichen
Eindrücke aus den Workshops 2026










Projekte-Beispiele 2026
Die Ideen der Kinder und Jugendlichen werden direkt im Bezirk umgesetzt. Dazu zählen unter anderem:
- Sport- und Ballsportfeste
- Poolparty im Hofferbad
- Müllsammelaktionen im Grätzl
- Baumpflanzungen und Begrünungsprojekte
- Kunst- und Kreativworkshops
- Kochworkshops für soziale Einrichtungen
- Hip-Hop- und MMA-Schnupperkurse
- Apfel-Zitronen-Aktionen mit der Polizei zur Verkehrssicherheit
- Aktionen gegen Zigarettenmüll und für mehr Umweltschutz
- Projekte zur Verbesserung von Spielplätzen und Schulhöfen
- Mitgestaltung des Wiesbergparks: Die Kinder der Volksschule Landsteinergasse nahmen an der Online-Abstimmung über das neue Spielgerät im Wiesbergpark teil und konnten aktiv mitentscheiden.
Eindrücke von den Projekten 2026












Gemeinsam etwas bewegen
Das Kinder- und Jugendparlament hat sich in Ottakring als fixer Bestandteil des Schuljahres etabliert. Kinder und Jugendliche lernen Demokratie nicht nur in der Theorie kennen, sondern gestalten ihren Bezirk aktiv mit. Sie erleben, dass ihre Ideen ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Veränderungen bewirken können. Lehrkräfte und Schüler*innen heben besonders hervor, dass politische Bildung auf Augenhöhe stattfindet und die Projekte lange in Erinnerung bleiben.




