

Mit der feierlichen Enthüllung wurde nicht nur eine prägende Figur des Wiener Kulturlebens gewürdigt, sondern auch ein weiteres sichtbares Zeichen für die aktive Erinnerungskultur im 7. Bezirk gesetzt.
Die Anbringung der Tafel geht auf einen Beschluss der Bezirksvertretung zurück und wurde im Zuge von "Neubau erinnert" umgesetzt.
Caroline Pichler
Am historischen Standort in der Burggasse 27/Sigmundsgasse 16 wird Geschichte greifbar: Im Haus '"Zum Schwarzwälder Bauern" lebte Caroline Pichler zwischen 1799 und 1804 und begründete hier den ersten literarischen Salon Neubaus. Sie versammelte Schriftsteller*innen, Musiker*innen und Intellektuelle zum Austausch und schuf einen Ort, der weit über den Bezirk hinauswirkte. Als Librettistin, Übersetzerin und eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Romane ihrer Zeit prägte sie das literarische Leben ihrer Epoche nachhaltig.
Erinnerungskultur in Neubau
Erinnerungskultur in Neubau versteht sich als lebendiger Prozess: Geschichte wird im öffentlichen Raum zugänglich gemacht und in Beziehung zur Gegenwart gesetzt. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen ist diese Form der Auseinandersetzung zentral. Sie stärkt das Bewusstsein für Demokratie, Offenheit und Zusammenhalt und macht deutlich, wie sehr diese Werte auch heute aktiv gelebt werden müssen.
Mit der Gedenktafel wird ein Stück Neubauer Geschichte sichtbar gemacht und an eine außergewöhnliche Frau erinnert.
