Sektion V - Hauptfeuerwache Hernals, Gruppenwache Steinhof

Hauptfeuerwache Hernals

Zusätzlich zur Löschbereitschaft stehen in der Hauptfeuerwache Hernals am Johann-Nepomuk-Berger-Platz 12 unter anderem ein weiteres Rüstlöschfahrzeug, ein Großtanklöschfahrzeug und die Wechselaufbauten Schwerwerkzeug und Bauunfall zur Verfügung.

Geschichte

Die Indienststellung der Hauptfeuerwache erfolgte am 11. September 1926. Damals lautete das Stationszeichen noch "O" für den erfolgten Zusammenschluss der beiden Freiwilligen Feuerwehren Ottakring und Hernals in dieser Wache.

Um den Betrieb in diesen Gebäuden aufnehmen zu können, wurden im Erdgeschoss des Eckhauses Rosensteingasse Räume für den Wachkommandanten und das Nachrichtenzimmer geschaffen. Die an das Wohnhaus anschließende ehemalige Garage eines städtischen Fuhrwerksbetriebes wurde um einen Stock erhöht und zur Unterbringung der Löschwagen, der Aufenthalts-, Schul- und Schlafräume der Besatzung umgebaut.

Zerstörung, Wiederaufbau und Sanierung

Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges kam es am 10. September 1944 zur fast vollständigen Zerstörung der Wache. Zwischen 1954 und 1956 wurde sie wieder aufgebaut. Sie erhielt das neue Stationszeichen "H" für Hernals und wurde am 17. März 1956 durch den Wiener Bürgermeister Franz Jonas feierlich eröffnet. Die Wache hat nun zwei Stockwerke, eine Fahrzeughalle mit 15 Einstellplätzen und den sechs Stockwerke hohen Übungsturm mit 31,5 Meter Höhe.

Auch heute noch liegt der Ausbildungsschwerpunkt beim Heben von schweren Lasten wie zum Beispiel Lkws, Straßenbahnen oder Zügen. Als die Gruppenwache Dornbach in der Knollgasse 4, ebenfalls im 17. Bezirk gelegen, am 9. Mai 1974 aufgelassen wurde, bekam die Hauptfeuerwache Hernals eine Löschgruppe zum Mannschaftsstand dazu. Im Jahr 1997 wurde die Wache und 2010 der Übungsturm umfassend saniert.

Gruppenwache Steinhof

Blick auf das zweistöckige Haus mit Balkon, drei Toren und Masten auf der Seite

Das zweistöckige, freistehende Gebäude in der Johann-Staud-Straße 75 in Ottakring mit seinen drei Ausfahrtstoren und dem darüberliegenden Balkon beherrscht den kleinen straßenseitigen Platz. Im Innenhof befindet sich ein flacher Garagenbau, der sechs bis acht Reservefahrzeuge aufnehmen kann. Die Wache Steinhof ist mit einem Rüstlöschfahrzeug besetzt.

Geschichte

Die Feuerwache Steinhof wurde nach Plänen des Wiener Stadtbauamtes vom 25. September 1929 in der früheren Steinhofstraße gebaut. Sie konnte 1931 besetzt und unter Branddirektor Ing. Anton Wagner in Dienst gestellt werden.

Schon beim Bau sah sich das damalige Kommando veranlasst, im Zeichen eines Kollektivschutzes diese Wache versuchshalber "gassicher" zu machen. Für den Fall eines Giftgasangriffes sollte ein sicherer Aufenthaltsraum geschaffen werden. Dieser Versuch scheiterte und nur ein Kellerraum mit besonderer Lüftungsanlage war verwendbar. 1937 wurde an dem Gebäude eine der zwei ortsfesten Stationen für die sieben UKW-Stationen der Offizierswagen angebracht. In den Kriegstagen wurde die Wache als eine der wenigen nicht beschädigt. Im Jahr 1987 wurde eine Gesamtrenovierung durchgeführt.

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