Sexismus

Sexismus ist die systematische Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts.

Von Sexismus sind sowohl Männer als auch Frauen betroffen. Er bezieht sich auf Frauen anders und auch häufiger negativ. Männer werden im sexistischen Geschlechtermodell zwar ebenfalls eingeschränkt, nehmen darin aber eine privilegierte Position ein.

Die Grundlage von Sexismus bilden Geschlechterstereotype. Damit sind gesellschaftliche Vorstellungen über Männer und Frauen gemeint. Mit den Stereotypen sind auch Erwartungen an das Verhalten der Geschlechter (Geschlechterrollen) verbunden. Ein traditionelles Rollenverständnis ordnet Männer und Frauen entgegengesetzten Bereichen der Gesellschaft zu.

Sexismus-Konzepte verändern sich im Laufe der Zeit und so nehmen traditionelle Ausformungen Bezug auf Geschlechterstereotype und Rollen. Dabei berufen sie sich auf die generelle Unterlegenheit von Frauen. "Neosexismen" hingegen gehen davon aus, dass Männer und Frauen gleich behandelt werden und leugnen somit Diskriminierung.

Heterosexismus

Der Begriff Heterosexismus will die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Transgender und Intersexuellen sichtbar machen. Denn im sexistischen Denken wird von zwei Geschlechtern, männlich und weiblich, ausgegangen. Diese beiden Geschlechter werden als "Gegenstücke" angesehen und beziehen sich in ihrem Begehren aufeinander (Heterosexualität).

  • Quelle: FemCities. Konferenzband "Migrantinnen in europäischen Städten und Gemeinden. Herausforderungen und Potenziale aus Genderperspektive, Handlungsmöglichkeiten kommunaler Verwaltungen". Wien, 2012: 5 MB PDF

Sexistische Werbung

Werbung ist sexistisch, wenn sie aufgrund von Geschlecht diskriminiert. Das bedeutet, wenn sie Annahmen über Frauen, Männer und Sexualität anhand von Geschlechterklischees und Rollenstereotypen verbreitet.

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