Umgang mit amtlichen Schreiben

Adressen und Kommunikation

Rückscheinbrief

Bestimmte amtliche Schreiben werden von der Behörde per Rückscheinbrief zugestellt. Es handelt sich dabei um ein mit Zustellnachweis (RSa oder RSb) zugestelltes Schriftstück.

RSb-Briefe können im Gegensatz zu RSa-Briefen auch an eine Ersatzempfängerin oder einen Ersatzempfänger zugestellt werden. Dabei handelt es sich um Personen, die an derselben Abgabestelle wohnen.

Nach einem erfolglosen Zustellversuch wird der Brief beim Postamt hinterlegt.

Bitte beachten Sie: Hinterlegte Sendungen gelten mit dem 1. Tag, an dem die Sendung erstmals zur Abholung bereitgehalten wird, als zugestellt. Die Rechtsmittel-Fristen beginnen daher mit diesem Tag zu laufen.

Elektronische Zustellung behördlicher Dokumente

Durch die elektronische Zustellung kann das Abholen von behördlichen Sendungen vom Postamt entfallen. Der Transport und die Zustellung des Dokuments erfolgen über eine gesicherte Verbindung. Voraussetzung ist die Registrierung bei einem elektronischen Zustelldienst.

Informationen zur elektronischen Zustellung behördlicher Dokumente

Ladung oder Ladungsbescheid

Eine Ladung ist die Aufforderung einer Verwaltungsbehörde, sich zu einem festgelegten Termin vor der Behörde einzufinden. In der Ladung ist angegeben, in welcher Funktion Sie geladen sind, zum Beispiel als Zeugin oder Zeuge in einem Verwaltungsstrafverfahren.

Bitte teilen Sie der Behörde unverzüglich mit, wenn Sie den angeführten Termin aus wichtigen Gründen nicht wahrnehmen können.

Bescheid

Bescheide sind behördliche Erledigungen in einer individuellen Verwaltungsangelegenheit. Bescheide können Folgendes beinhalten:

  • Erteilung einer Genehmigung
  • Anordnung von Maßnahmen
  • Feststellung eines Rechts

Als Rechtsmittel kann innerhalb von 4 Wochen ab Zustellung eine Beschwerde eingebracht werden. Über die Beschwerde entscheidet das Verwaltungsgericht. Die Beschwerde muss Folgendes enthalten:

  • Bezeichnung des angefochtenen Bescheides
  • Bezeichnung der belangten Behörde (Das ist jene Behörde, die den angefochtenen Bescheid erlassen hat.)
  • Gründe, auf die sich die Behauptung der Rechtswidrigkeit stützt
  • Begehren (Welche Entscheidung wird vom Verwaltungsgericht beantragt?)
  • Angaben, die erforderlich sind, um zu beurteilen, ob die Beschwerde rechtzeitig eingebracht ist

Aufforderung zur Rechtfertigung

Wenn Sie in einer Verwaltungsstrafsache eine Aufforderung zur Rechtfertigung erhalten, haben Sie die Möglichkeit, als Beschuldigte oder Beschuldigter zu einem konkreten Tatvorwurf Stellung zu nehmen. Die Zeit, die Sie dafür haben, wird individuell festgelegt.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie von der Gelegenheit, sich zu rechtfertigen, keinen Gebrauch machen, kann das Verfahren ohne Ihre Anhörung durchgeführt werden.

Lenkererhebung

Durch eine Lenkererhebung wird die Fahrerin oder der Fahrer eines Kraftfahrzeugs ausgeforscht. Die Zulassungsbesitzerin beziehungsweise der Zulassungsbesitzer des Kraftfahrzeuges wird aufgefordert, die Person zu nennen, die dieses Fahrzeug zu einem bestimmten Zeitpunkt gelenkt oder zuletzt an einem bestimmten Ort abgestellt hat. Die Auskunft muss den Namen und die Anschrift der betreffenden Person enthalten. Wenn Sie als Zulassungsbesitzerin beziehungsweise Zulassungsbesitzer diese Auskunft nicht erteilen können, müssen Sie angeben, wer die Auskunft erteilen kann. Die Auskunftspflicht trifft dann die genannte Person.

Bitte beachten Sie, dass Sie sich strafbar machen, wenn Sie die Auskunft nicht innerhalb der gesetzten Frist oder eine falsche beziehungsweise unvollständige Auskunft erteilen.

Online-Formular - Lenkerauskunft

Strafverfügung

Mit einer Strafverfügung kann aufgrund einer Anzeige eines Verwaltungsorgans nach einer Verwaltungsübertretung ohne weiteres Verfahren eine Geldstrafe verhängt werden.

Eine Strafverfügung kann innerhalb von 2 Wochen ab Zustellung mit einem Einspruch angefochten werden. Mit dem Einspruch können Sie entweder nur die Höhe der verhängten Strafe oder auch den Schuldspruch bekämpfen, wenn Sie der Meinung sind, Sie seien zu Unrecht bestraft worden.

Über den Einspruch entscheidet nach Durchführung eines Ermittlungsverfahrens die Behörde, die die Strafverfügung erlassen hat.

Straferkenntnis

Ein Verwaltungsstrafverfahren wird nach Durchführung eines ordentlichen Ermittlungsverfahrens im Falle einer Bestrafung mit einem sogenannten Straferkenntnis abgeschlossen.

Als Rechtsmittel kann innerhalb von 4 Wochen eine Beschwerde eingebracht werden, über die das Verwaltungsgericht entscheidet (zum notwendigen Inhalt einer Beschwerde siehe oben unter "Bescheid").

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