Brennpunkt° - Sammlung

  1. Aus Feuer wird Wärme
  2. Die wohltemperierte Stadt
  3. Planet der Feuermacher
  4. Kunst des Heizens
  5. Café Mustapha
  6. Schöne Öfen
  7. Hübsch gemütlich
  8. Es tröpfelt und brutzelt
  9. Rauchende Köpfe
  10. Sauber, sauber
  11. Blick in die Zukunft

1. Aus Feuer wird Wärme

Blick in den rot gestalteten Ausstellungsraum

Heizen kann man auf unterschiedliche Weise, zum Beispiel ganz für sich allein als Selbstversorger/in oder als Nutznießer/in eines komplexen Systems wie der Fernwärme.


2. Die wohltemperierte Stadt

Roter Ausstellungsraum mit Schriftzug "Die wohltemperierte Stadt" am Boden

Die Großstadt heizt und kühlt nicht nur Wohnräume. Viele öffentliche Einrichtungen müssen laufend temperiert werden: Schulen, Amtshäuser, Krankenhäuser, Schwimmbäder, aber auch Schlachthöfe. Manche brauchen es kühler, andere wärmer, manche dauernd, manche nur zu bestimmten Zeiten. Da ist die richtige Wärmeversorgung eine Herausforderung.


3. Planet der Feuermacher

Orange Wand mit Ausstellungsstücken in Vitrinen

Feuer hat für den Menschen viele Funktionen. Feuer ist Wärme und Licht. Feuer macht Speisen schmackhaft, besser verdaulich und haltbar. Mit Feuer werden Rohstoffe bearbeitet. Auf einer Weltkarte an der Wand sieht man, wie und mit welchen Hilfsmitteln in verschiedenen Regionen der Welt Feuer gemacht wird. Während sich die Arten, Feuer zu machen, kulturell unterscheiden, ist die Art, Feuer zu erhalten und zu nutzen, weit weniger spezifisch.


4. Kunst des Heizens

Oranger Ausstellungsraum mit großem Ofen

Heizen ist eine Kunst. Je knapper die Energie, umso wichtiger ist es, diese Kunst zu beherrschen. Wenn es darum geht, ein Bürohaus, eine Schule oder gar ein Spital zu beheizen, sind Kenntnisse über Brennstoffe, Materialeigenschaften, Wärmearten und über den Betrieb großer Kesselanlagen nötig.


5. Café Mustapha

Gelb-grüner Ausstellungsraum mit Stühlen und einem Ofen

Heizen ist auch eine poetische Sache. Wir erinnern uns an einen bestimmten Ofen oder Heizapparat in einem bestimmten Raum, an die Mühe, die es machte, ihn in Gang zu setzen, an eigentümliche Klänge, Gerüche, Farben oder gar Lichteffekte. Manche Heizgeräte wachsen mit ihrer Umgebung richtig zusammen.


6. Schöne Öfen

Reihe von Öfen in einem grünen Raum

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bemühten sich Ofenhersteller um schöne Formen, um Dekorationen und Farben, die aus einem Ofen ein schönes Möbelstück machten. Dabei kam ihnen die Technik des Feineisengusses zugute. Damit wurde es möglich, filigrane Kleinteile und Verzierungen in großer Stückzahl herzustellen.


7. Hübsch gemütlich

Ausstellungsraum mit Öfen und Teppichen

Was man für "gemütlich" hält, das ändert sich im Laufe der Zeit. 16 bis 18 Grad Zimmertemperatur etwa waren früher üblich. Viele Zimmer blieben unbeheizt. Heute dagegen, wo die meisten mit bequemen Zentralheizungen versorgt sind, sehnen wir uns nach der Behaglichkeit eines offenen Kamins oder Kachelofens.


8. Es tröpfelt und brutzelt

Blauer Ausstellungsraum mit Sitzbadewanne

Bad und Küche - diese beiden "Nasszellen" haben im Laufe des 20. Jahrhunderts eine beachtliche Entwicklung durchgemacht - und eine interessante Zukunft vor sich.

Das Bad ist im Unterschied zur Küche der jüngste Raum im Haus. Viele Jahrhunderte lang genügte ein Badeschaffel, den man im Zimmer aufstellte, um sich darin zu reinigen.

Die Kochstelle ist der am längsten erwärmte Bereich des Hauses überhaupt. Wenn es an einem Ort immer schon warm war, dann rund um den Herd. Dieser brauchte stets viel Platz. Erst im 20. Jahrhundert hat sich das geändert. Mit Gas und Strom bekam man die Hitze besser in den Griff, der Herd konnte ins Mobiliar eingebaut werden.

9. Rauchende Köpfe

Historisches Klassenzimmer mit Tischen und Schultafel

Auch der Kopf braucht eine gewisse Betriebstemperatur. Heute wird dafür in den Schulen gesorgt. Früher war das nicht so selbstverständlich. In manchen Schulen wurden die Klassen einzeln beheizt. In Krisenzeiten musste Kohle gespart werden. Dennoch war es für viele Kinder in der Schule im Winter oft wärmer als zu Hause. Gelegentlich mussten Schülerinnen und Schüler beim Heizen mithelfen.


10. Sauber, sauber

Historische Waschgeräte

Wäsche waschen war einst eine mühsame Angelegenheit. Deshalb wurde früher oft gemeinsam gewaschen. Oder man überließ diese Tätigkeit Profis, etwa den Waschanstalten, in denen die berühmten Wäschermädel arbeiteten.

Zunächst hat die Chemie das Waschen erleichtert. Vor über 150 Jahren wurden Waschmittel entwickelt, die bleichen, reinigen und das Wasser enthärten konnten. Die mühsame Handarbeit, das Wringen und Schleudern, blieb unverändert. Erste Waschmaschinen nahmen nur einen Teil der Arbeit ab. Es bedurfte vieler Entwicklungsschritte, ehe die Waschmaschine heutigen Typs ausgereift war. Erst in den 1960er-Jahren, als diese Maschinen leichter und billiger wurden, übersiedelte das Wäschewaschen aus den Waschküchen in die privaten Wohnungen.

11. Blick in die Zukunft

Ausstellungsvitrine

Preisanstiege, Klimaerwärmung, Rohstoffknappheit: Die Zukunft der Energie ist ein Tagesthema. Einerseits hält sich tiefer Pessimismus, andererseits gibt es unzählige Ideen und Projekte, die Anlass zur Hoffnung geben. So viel steht fest: Auf dem Weg in die Zukunft wird es noch lange ein buntes Nebeneinander von alten und neuen Energietechniken geben.

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