Platzkartenvergabe für Fiakerplätze

Die Platzkartenvergabe gibt es seit 2004. Sie ist notwendig, um angesichts der räumlich begrenzten Gegebenheiten in der Inneren Stadt eine geordnete Gewerbeausübung zu ermöglichen.

Vergabemodell

Das Platzkartenvergabemodell ist ein objektives, rechnerisch nachvollziehbares mathematisches Modell. Es bietet allen Konzessionsinhaberinnen und -inhabern die gleichen Chancen. Es berücksichtigt sowohl die Anzahl der Unternehmen, als auch die Unternehmensgröße. Die Vergabe erfolgt im Beisein der Wirtschaftskammer und wird nachvollziehbar dokumentiert. Sie erfolgt nicht in Form einer Verlosung.

Das System ermöglicht sowohl kleinen Unternehmen, sich eine Platzkarte mit der Grundplatzkarte zu sichern, als auch größeren Unternehmen entsprechend ihrer Unternehmensgröße aliquot weitere Platzkarten zu erhalten.

Durchgänge bei der Vergabe

Mit der Novelle zur Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen aus dem Jahr 2011 wurde das bestehende Platzkartenvergabesystem mit einer "Gerade-Ungerade-Regelung" kombiniert, wobei jede Platzkarte nur mehr an geraden beziehungsweise ungeraden Kalendertagen gelten soll.

Im ersten Durchgang erhält jedes Fiakerunternehmen unabhängig von seiner Größe eine Platzkarte. Die verbleibenden Platzkarten werden in der zweiten Runde aliquot auf die Unternehmen im Verhältnis zur Unternehmensgröße, also zur Zahl der konzessionierten Fiakerkutschen, aufgeteilt.

Ausnahme: Verlosung

Zu einer Verlosung kommt es nur, wenn

  • bei der mathematischen Vergabe Restplatzkarten übrig bleiben
  • und zwei oder mehrere Fiakerunternehmen bei der Berechnung den gleichen Rundungsfaktor haben
  • oder wenn die Zahl der Unternehmen die Zahl der zu vergebenden Platzkarten übersteigt.
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Martin Hofmann (Magistratsabteilung 65)
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