Raum- und Funktionsprogramm für Kindergärten mit 5 Gruppen

Das Raum- und Funktionsprogramm dient zur Einschätzung des erforderlichen Flächenbedarfes und zur Orientierung sowohl für die Abteilung Kindergärten (MA 10) als auch für private Trägerorganisationen.

Basismodul

Minimum

Standard MA 10

Räume der jeweiligen Funktionsgruppe

Kinder/Gruppe

20

25

Gesamtkinderanzahl

100

125

Mietfläche/Gruppe (Quadratmeter)

150

185

Mietfläche/Kind (Quadratmeter)

7,5

7,4

Gesamtmietfläche (Quadratmeter),
diese setzt sich zusammen aus:

750

925

Gruppenräume und Nebenflächen (Quadratmeter)

500

530

Gruppenraum, Garderoberaum, Sanitärraum, Abstellraum

Büro- und Personalräume (Quadratmeter)

40

80

Büro Leitung, Besprechungsraum, Sozialraum, Personalgarderobe, Personalwaschraum mit WC, Personal-WC

Essen, Bewegung, multifunktionale Flächen (Quadratmeter)

95

115

Bewegungsraum, multifunktionale Fläche/Marktplatz u.dgl. mit oder ohne Bistro/Speisebereich, Küche, Speis, Raum für Kühlgeräte

Sonstige Flächen (Quadratmeter)

40

80

Behinderten-WC, Putzmittelraum, allgemeiner Abstellraum, Kinderwagenabstellraum, Raum für Gartenspielgeräte, Garten-WC

Verkehrsflächen (Quadratmeter)

75

120

Der Verkehrsflächenanteil im Basismodul beträgt circa 12 Prozent der Summe der Nutzflächen und Sanitärflächen

Zusatzmodule

Fläche

Räume der jeweiligen Funktionsgruppe

Nebenräume Bewegungsraum (Quadratmeter)

10 bis 30

Garderoberaum, Sanitärraum, Abstellraum

Therapieraum (Quadratmeter)

12 bis 20

BetreiberInnen-spezifische Therapieräumlichkeiten

Zusatzflächen, für die eine Mietreduktion erforderlich ist

Fläche

Anmerkungen

ungünstige Raumkonfiguration, dadurch höherer Verkehrsflächenanteil (Quadratmeter)

insgesamt (Basismodul und Zusatzfläche) maximal 20 Prozent der Summe der Nutzflächen und Sanitärflächen

Verkehrsflächen über die des Basismoduls hinaus; die Summe der Verkehrsflächen von Basismodul plus Zusatzfläche darf maximal 20 Prozent der Summe der Nutzflächen und Sanitärflächen betragen

Mehrgeschoßzuschlag (Quadratmeter)

30 bis 60

zum Beispiel für zusätzlich erforderliche Küchen, Behinderten-WC, Nebenräume

Rahmenbedingungen

  • Hausnebenräume (zum Beispiel Waschküche, Müllraum, Lager) können eventuell mit der Hausanlage mitbenutzt werden und sind nicht in der angegebenen Mietfläche enthalten (allenfalls zu einem geringeren Mietpreis)
  • Haustechnikflächen sind nicht Bestandteil der Mietfläche, sondern Allgemeinräume der Anlage
  • Freiflächen: Der Zielwert der Stadt Wien liegt bei mindestens acht Quadratmetern Spielfläche pro Kind. Laut Wiener Kindergartenverordnung muss jeder Kindergarten einen im Freien gelegenen Spielplatz aufweisen, der ausreicht, um den die Einrichtung besuchenden Kindern Gelegenheit zur Bewegung in freier Luft zu bieten. Kann im verbauten Gebiet kein eigener Spielplatz bereitgestellt werden, ist dafür Vorsorge zu treffen, dass den Kindern die Benützung nahe gelegener Spiel- oder Sportplätze offen steht.
  • Pkw-Stellplätze: laut Wiener Garagengesetz; keine Anmietverpflichtung
  • Definition der Mietfläche: nach Mietrechtsgesetz (MRG) beziehungsweise Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetz (WWFSG)
  • Detaillierte Größenangaben sind bei den Kindergartenbetreiberinnen und Kindergartenbetreibern zu erfragen. BetreiberInnen-spezifische Verschiebungen zwischen den Funktionsgruppen sind möglich, solange alle gesetzlichen Grundlagen, insbesondere das Wiener Kindergartengesetz (WKGG) und die Wiener Kindergartenverordnung (WKGVO) eingehalten werden.
  • Raumbuch für Amtshäuser, Kindergärten und Schulen der Stadt Wien und Ergänzungen für Kindergärten sowie Raumblätter
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