Mit dem Neubau der bafep21 in der 21., Freytaggasse 32 wurde in Wien ein zukunftsweisender Bildungsort für die Ausbildung von Elementarpädagog*innen geschaffen. Das Bauprojekt ist Teil des Bildungseinrichtungen-Neubauprogramms (BIENE II). Damit fördert die Stadt Wien eine zukunftsorientierte und moderne Bildungsinfrastruktur.
Die neue bafep21 ist in einem partizipativen Prozess entstanden. Das pädagogische Raumkonzept wurde von Beginn an gemeinsam mit Lehrenden, Schüler*innen und Studierenden entwickelt und erarbeitet.
Der Neubau vereint moderne Lernräume, einen integrierten Praxiskindergarten und innovative Lehr- und Lernkonzepte unter einem Dach. Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 19.000 Quadratmetern sind Unterrichts- und Freizeiträume in einem Departmentsystem entstanden. Jedes Department verfügt über speziell ausgestattete Räume sowie Bildungsräume für die Kinder des Praxiskindergartens. Dazu gehören unter anderem ein Kinderlabor, Ateliers und Musikwerkstätten.
Elementare Bildung wird dadurch nicht nur gelehrt, sondern im gesamten Haus sichtbar, räumlich verankert und unmittelbar erfahrbar.
Verbindung von Theorie und Praxis
Diese räumliche und inhaltliche Struktur stärkt den Theorie-Praxis-Transfer: Die Studierenden erleben pädagogische Konzepte direkt im Alltag, beobachten Lernprozesse in authentischen Situationen und können ihr Wissen unmittelbar anwenden.
Die neue bafep21 ist ein Lernort, an dem Raum, Theorie und Praxis optimal ineinandergreifen. Das führt zu einer höheren Handlungskompetenz im pädagogischen Feld.
Das Departmentsystem wird durch einen großzügigen Hörsaal, eine Bibliothek, 2 Turnsäle sowie einen großen Veranstaltungssaal ergänzt. Insgesamt ist ein zukunftsorientierter Bildungsbau entstanden, der eine innovative Ausbildung auf höchstem Niveau ermöglicht.
"Raum als dritter Pädagoge" - Architektur, die Lernen ermöglicht
Der Neubau orientiert sich am pädagogischen Prinzip "Raum als dritter Pädagoge". Demnach sind Räume nicht nur eine funktionale Hülle, sondern sie gestalten Lernprozesse aktiv mit.
Die Architektur schafft Platz für interaktives Arbeiten, selbstständiges Handeln und Zusammenarbeit in heterogenen Gruppen. Schüler*innen und Studierende finden individuelle Lernorte für konzentriertes Arbeiten und gemeinsames Forschen. Für Pausen und zum Rückzug stehen speziell ausgestattete Homebases zur Verfügung.
Auch die Außenräume sind Teil des pädagogischen Konzepts. Die Terrassenflächen können als Freiklassen oder Erweiterungsräume genutzt werden, um im Freien zu forschen und zu lernen.
Mitten in Floridsdorf ist eine lebendige Lernlandschaft entstanden, in der Räume aktiv Bildung unterstützen. Großzügige Panoramafenster in den Lernzonen ermöglichen Ein- und Ausblicke und fördern Transparenz sowie Kommunikation.
Nachhaltigkeit - Zukunft bewusst gestalten
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil des Neubauprogramms der Stadt Wien. Auch bei der Architektur und Technik der bafep21 wurde dieses Ziel konsequent umgesetzt.
Die Energieversorgung erfolgt über Wärmepumpen mit 92 Tiefensonden mit einer Tiefe von jeweils 150 Metern. Zusätzlich gibt es auf dem Dach eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung mit einer Gesamtfläche von 860 Quadratmetern. Das Hauptdach wird als Retentionsdach genutzt. Dort wird Regenwasser gespeichert, das zur Kühlung der Umgebung dient.
Besonders innovativ ist das umfassende Begrünungskonzept. Entlang der Schloßhoferstraße wurden Pflanzen angebaut. Sie binden Feinstaub und CO2, produzieren Sauerstoff und sorgen für natürliche Beschattung. Hofseitig gibt es hängende Gärten, Pergolen und begrünte Terrassen. Intensiv bepflanzte Dachflächen und ein Dachgarten verbessern das Mikroklima.
Die neue bafep21 ist mehr als ein Gebäude. Sie ist ein innovatives Bildungsumfeld, das Pädagogik, Raum und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Sie bietet einen idealen Ort, an dem zukünftige Elementarpädagog*innen bestmöglich auf ihre Aufgabe vorbereitet werden, Kinder beim Lernen, Entdecken und Wachsen zu begleiten.
Weiterführende Informationen
Neue Lernwelten - Interview mit bafep21-Direktorin Nicole Kalteis


























