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144 Jahre Berufsrettung Wien

Die Berufsrettung Wien wurde 1881 gegründet und feiert 2025 ihr 144. Jubiläum.

Historische Entwicklung

Die Gründung der Berufsrettung Wien geht auf das Jahr 1881 zurück. Beim Brand des Wiener Ringtheaters am 8. Dezember 1881 verloren mehr als 300 Menschen ihr Leben. Bereits einen Tag danach wurde die "Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft" gegründet. Das war die Geburtsstunde der Berufsrettung Wien.

Am 16. April wurde 1882 die erste "fliegende Ambulanz" bei einem Pferderennen gestellt. Einige Tage darauf erfolgte der erste Krankentransport. Ein Jahr später wurde die erste Rettungsstation am Fleischmarkt eröffnet. 1897 erfolgte dann die Eröffnung der Rettungsstation in der Radetzkystraße, die bis heute besteht.

Im Jahr 1901 wurde die 100.000 Ausfahrt der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft gezählt. Im Laufe der Jahre stieg die Zahl der Einsätze kontinuierlich an.. 1905 wurde deshalb in Mariahilf wieder eine Station eröffnet und das erste motorisierte Rettungsauto in den Dienst gestellt.

Zu Gründung des "Wiener Städtischer Rettungs- und Krankenbeförderungsdienst" kam es 1940. Dieser war über die Jahre verschiedenen Magistratsabteilungen unterstellt. 1991 wurde die Berufsrettung Wien als MA 70 eigenständig. In diesem Jahr wurden auch die ersten Rettungsflüge durchgeführt und die Seiltechnik-Einsatzgruppe (STEG) gegründet.

1. Einsatz des Rettungshubschraubers

Die erste Sanitäterin nahm Ende der 1990-er Jahre ihren Dienst auf. 2 Jahre später wurde der Wiener Rettungshubschrauber "Christophorus 9" zum 1. Mal eingesetzt. Mitte 2002 trat das Sanitätergesetz (SanG) in Kraft. In diesem wurden erstmals die Tätigkeiten sowie die Aus- und Fortbildungen von Sanitäter*innen in einem Bundesgesetz geregelt. Die Berufsrettung nahm ihre eigene Rettungsakademie in Betrieb.

Anpassungen im Schichtdienst und mehr Personal

Es kam auch zu mehreren grundlegenden Änderungen: 2017 wurde die mehrjährige Umstellung vom 24-Stunden-Schichtdienst auf den familienfreundlicheren und gesundheitlich schonenderen 12,5-Stunden-Schichtdienst abgeschlossen. Auch die notärztliche Versorgung wurde neu strukturiert. Die Notärzt*innen wurden in die Zentralen Notaufnahmen der Kliniken eingegliedert und versehen entweder Dienst in der Zentralen Notaufnahme oder am Notarzt-Einsatz-Fahrzeug. Dadurch konnte die notärztliche Versorgung stabilisiert und qualitativ verbessert werden. Zudem wurde das Versorgungsnetz durch 7 zusätzliche Standorte verdichtet.

Der Personalstand der Berufsrettung wurde durch die Stadt Wien immer wieder aufgestockt. Durch die Umstellung auf den 12,5-Stunden-Dienst sind zusätzlich 180 Sanitäter*innen eingetreten. Bis 2020 kamen weitere 157 Sanitäter*innen dazu, um zusätzliche Aufgaben durch die Pandemie zu bewältigen. Mit dem Einsatzstab zur Unterstützung des medizinischen Krisenstabes der Stadt nimmt die Berufsrettung hier Aufgaben im Bereich Organisation und Logistik wahr.

Neue Rettungsstationen und Ausrüstung

Auch baulich wurde in den vergangenen Jahren viel verändert. In 20 Jahren wurden 4 Rettungsstationen neu gebaut und ein Standort neugeneralisiert. Um einen Beitrag zum CO2-neutralen Wien zu leisten, wurden 2020 die 4 ersten Rettungsstationen mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Umgebaut und erweitert wurde auch die Wiener Rettungsleitstelle.

Rettungsstationen und Rettungszentrale

Der Fuhrpark und die Ausrüstung der Fahrzeuge der Berufsrettung wurden stetig weiterentwickelt, um den neuesten Stand der Medizintechnik zu entsprechen. 2021 wurden die Fahrzeuge der Sonder-Einsatz-Gruppe (SEG) erneuert. Die Berufsrettung hat als erste Rettungsorganisation in Österreich ein vollelektrisches Notarzt-Einsatz-Fahrzeug in den Testbetrieb genommen.

Mut zur Innovation zeigte die Berufsrettung Wien auch beim Einsatz von medizinischen Geräten. So kommt etwa ein Videolaryngoskop für Intubationen, ein mobiles Ultraschallgerät zur präziseren Diagnose, ein Blutgas-Analyse-Gerät zu detaillierten Patient*innen-Zuständen sowie Blutplasma zum Einsatz.

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