Haltung von Exoten

Exoten sind laut Gesetz Wildtiere. Die Haltung von Exoten wird im österreichischen Tierschutzgesetz und im Wiener Tierhaltegesetz geregelt.

Chamäleon

Das Tierschutzgesetz unterscheidet Tiere, die besondere Ansprüche an die Haltung (Klima, Ernährung, Bewegungsbedürfnis und Sozialverhalten) stellen und von privaten Personen gehalten werden können, und Wildtiere, deren Haltung ausschließlich Zoos erlaubt ist.

Die besonderen Haltungsansprüche zu den einzelnen Wildtierarten sind in der 2. Tierhaltungsverordnung beschrieben.

Meldung

Für Zoos, Tierheime und Tierhaltungen im Rahmen gewerblicher Tätigkeiten ist keine Meldung erforderlich. Privatpersonen müssen die Haltung folgender exotischen Tierarten bei der Behörde melden:

  • Alle Wildtierarten der Säugetiere, ausgenommen Schalenwild, Bison und Streifenhörnchen
  • Alle Wildtierarten der Vögel, ausgenommen Arten der Unzertrennlichen, der Plattschweifsittiche, Wellensittiche, Nymphensittiche, Prachtfinken und der Chinesische Sonnenvogel, die Chinesische Zwergwachtel sowie das Diamanttäubchen
  • Alle Reptilienarten
  • Alle Lurch-Arten
  • Fische, die in Freiheit mehr als ein Meter lang werden

In Wien ist die zuständige Behörde die Abteilung Veterinärdienste und Tierschutz (MA 60). Die Meldung erfolgt über das Onlineformular:

Verbot der Haltung bestimmter Tierarten

Aus Sicherheitsgründen ist in Wien nach dem Wiener Tierhaltegesetz und seiner 1. Wiener Tierschutz- und Tierhalteverordnung (§3) die Haltung von bestimmten exotischen Tieren verboten. Bei Missachtung werden vorgefundene Tiere unwiederbringlich abgenommen. Den Halterinnen und Haltern drohen hohe Verwaltungsstrafen.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Veterinärdienste und Tierschutz (Magistratsabteilung 60)
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