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Wien, wie sie will. Ergebnisse und Maßnahmen aus der Wiener Frauenbefragung

Mehr Zeit, mehr Raum und mehr Chancen: Das wünschen sich die Wienerinnen, die an der größten Wiener Frauenbefragung teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind Grundlage für konkrete Maßnahmen und Projekte der darauffolgenden Jahre.

Sprechblasen mit Zitaten von Wienerinnen aus der größten Wiener Frauenbefragung „Wien, wie sie will.“. Erste Sprechblase: „Frauenhäuser finde ich super, da Femizide immer häufiger sind – da kann sich Frau rechtzeitig Hilfe holen und Schutz suchen. Da sollte mehr Geld in die Hand genommen werden.“ Zweite Sprechblase: „Frauen sollten bei gleicher Qualifikation den gleichen Lohn erhalten wie Männer. Gehaltstransparenz muss in vielen Sektoren der Arbeit eingeführt werden.“ Dritte Sprechblase: „Die Stadt Wien hat bereits sehr gute Angebote für Frauen und Mädchen und verbessert sie auch ständig - weiter so!!!“ Vierte Sprechblase: „Es darf nicht Kinder oder Karriere sein – die Geburt eines Kindes darf beruflich keinen Unterschied machen. Es sollte ganztägige, kostenlose Betreuungsangebote geben.“ Fünfte Sprechblase: „Solange Männer das bessere Gehalt und die besseren Karrierechancen haben, werden Frauen immer die Care-Arbeit machen.“
Zitate von Wienerinnen aus der größten Wiener Frauenbefragung "Wien, wie sie will."

2022 wurde die größte Wiener Frauenbefragung "Wien, wie sie will.“ durchgeführt. Sie zeigt die Situation von Frauen und Mädchen in Wien sowie ihre Wünsche und Ideen für die Zukunft. Alle Wienerinnen konnten sich beteiligen. Dabei wurden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen, wie etwa junge Frauen, Frauen ab 60 Jahren, Frauen mit Migrationshintergrund, Mütter, Alleinerzieherinnen, erwerbstätige Frauen, Frauen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Frauen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen. Rund 15.500 Wienerinnen haben teilgenommen und mehr als 77.000 Antworten gegeben.

Video: "Wien, wie sie will." - Ergebnisse der Wiener Frauenbefragung - YouTube

Mehr Zeit: Ungleiche Verteilung von unbezahlter Arbeit

Unzufriedenheit besteht bei den Wienerinnen am ehesten mit der verfügbaren Zeit: Zeit für Sozialkontakte, Freizeitaktivitäten oder Zeit für sich selbst. Mehr als die Hälfte der Befragten ist hier eher unzufrieden. Besonders Mütter fühlen sich belastet. Alleinerzieherinnen sind noch stärker betroffen. Wienerinnen übernehmen die Kinderbetreuung "überwiegend selbst", nur bei rund einem Drittel wird dies "von beiden ungefähr zu gleichen Teilen" geleistet, während sich nur bei 6 Prozent der*die Partner*in überwiegend darum kümmert. Auch in Vollzeit berufstätige Frauen managen die unbezahlte Arbeit, also Kinderbetreuung, Hausarbeit und Pflege, zum großen Teil allein. Viele Frauen sind einer Mehrfachbelastung ausgesetzt.

Konkrete Maßnahmen, die passend zu den Forderungen nach "Mehr Zeit" bereits umgesetzt worden sind, umfassen beispielsweise: die Wiener Frauenwoche, die Wiener Gleichstellungs-Enquete, die Eröffnung Frauengesundheitszentrum FEM Med, die Ausweitung der "Roten Box" auf ganz Wien, Informationen für Alleinerziehende, die "GirlPower"- Workshops für Empowerment, die Fortsetzung des Projekts "Respekt: Gemeinsam Stärker".

Mehr Raum: Schutzräume und Freiraum wichtig

Mehr als zwei Drittel der Teilnehmerinnen der Frauenbefragung "Wien, wie sie will." sind mit den vorhandenen Plätzen und anderen öffentlichen Freiräumen in ihrer Wohnumgebung "zufrieden" oder "sehr zufrieden". Schutzräume für von Gewalt betroffene Frauen sind den Wienerinnen ein großes Anliegen.

Konkrete Maßnahmen, die passend zu den Forderungen nach "Mehr Raum" bereits umgesetzt worden sind, umfassen beispielsweise: die Eröffnung des 5. Wiener Frauenhauses, Kampagnen zu Gewaltschutz, die Ausweitung der Initiative "Ich bin dein Rettungsanker", die Kompetenzstelle gegen Cybergewalt, die Mädchen*zone am Hebbelplatz, das Wiener Wohn-Ticket für Alleinerziehende.

Mehr Chancen: Aus- und Weiterbildung und gleicher Lohn

Bei betrieblichen Weiterbildungen und bei Aufstiegsmöglichkeiten wünschen sich die Teilnehmerinnen der Wiener Frauenbefragung "Wien, wie sie will." mehr Chancen. Bemerkenswert ist, dass viele Frauen Schwierigkeiten von Gruppen ansprechen, ohne selbst betroffen zu sein - etwa von Alleinerzieherinnen - oder sie thematisieren Probleme wie Altersarmut wegen niedriger Pensionen, auch wenn sie selbst noch arbeiten. Das zeigt, dass Wienerinnen mit Frauen in anderen Lebenssituationen solidarisch sind und über den eigenen Tellerrand blicken. Das Schließen der Einkommensschere, die Unterstützung von Mädchen bei der selbstbestimmten Ausbildungswahl und Maßnahmen gegen Altersarmut gehören zu den vielen von den Frauen geäußerten Anliegen.

Konkrete Maßnahmen, die passend zu den Forderungen nach "Mehr Chancen" bereits umgesetzt worden sind, umfassen beispielsweise: die Frauenarbeitsstiftung des waff, waff-Stipendien, das waff-Future Fit Festival, die Workshop-Reihe "Frauen fragen Frauen", die Ausweitung des Wiener Töchtertages und der Veranstaltungsreihe "Mädchen feiern Technik".

Ergebnisse und Berichte

Die Ergebnisse sind in folgenden Berichten aufbereitet:

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