Ortstaxe und Online-Vermittlungsplattformen

2017 wurde das Wiener Tourismusförderungsgesetz (WTFG) geändert, da viele Anbieterinnen und Anbieter, die ihre Wohnungen über Online-Plattformen wie Airbnb- oder Wimdu vermietet haben, keine Ortstaxe bezahlt haben. Das hat den wirtschaftlichen Wettkampf verzerrt.

Die Änderungen im Gesetz sollen bewirken, dass die Bedingungen für alle, die Unterkünfte für Touristinnen und Touristen anbieten, gleich und damit fair sind.

Betreiberinnen und Betreiber von Online-Plattformen müssen seit dieser Änderung die Daten ihrer Kundinnen und Kunden an die Stadt weitergeben. Sie können auch einen Vertrag mit der Stadt abschließen und die Ortstaxe für ihre Kundinnen und Kunden bezahlen.

Meldepflicht von Online-Plattformen

Die Betreiberinnen und Betreiber der Plattformen müssen immer bis zum 15. des Folgemonats folgende Daten an die Stadt weitergeben:

  • Von neu registrierten Kundinnen und Kunden:
    • Identifikationsdaten: Bezeichnung, Name, Geschlecht, Geburtsdaten, Rechtsform
    • Kontaktdaten der bei ihnen registrierten Unterkunftgeberinnen und Unterkunftgeber
    • Alle Adressen der bei ihnen registrierten Unterkünfte im Gebiet der Stadt Wien
  • Von bereits registrierten Kundinnen und Kunden:
    • Alle Änderungen

Wie sollen die Daten an die Stadt geschickt werden?

Die technischen Spezifikationen können Betreiberinnen und Betreiber der Online-Plattformen beim Postfach vietour-b40@ma06.wien.gv.at anfordern. Die Daten selbst müssen Sie dann ebenfalls an diese E-Mail-Adresse schicken.

Vereinbarung zwischen Online-Plattform und Stadt

Die Neuerungen im WTFG ermöglichen es, dass Vermittlungsplattformen Vereinbarungen mit der Stadt Wien abschließen. Das geht aber nur, wenn die Vereinbarung das steuerliche Ergebnis, also die Summe der Steuereinnahmen, nicht stark verändert.

Im Rahmen solcher Verträge können sich die Plattformen bereit erklären, die Ortstaxe für ihre Kundinnen und Kunden, also die Privatvermieterinnen und –vermieter, an die Stadt Wien zu zahlen. Der Magistrat muss dabei die Möglichkeit haben zu prüfen, ob die Ortstaxe vollständig bezahlt wurde.

Wenn so eine Vereinbarung besteht, haben Sie als Privatvermieterin oder Privatvermieter trotzdem Pflichten:

  • Sie müssen Aufzeichnungen über alle entgeltlichen Aufenthalte und das Geld, das Sie eingenommen haben, führen und aufheben.
  • Sie müssen Belege beziehungsweise Rechnungen aufheben.
  • Sie müssen Informationen haben, die zeigen, dass die Ortstaxe von der Plattform eingehoben und an die Stadt übermittelt wird.

Wenn Sie Unterkünfte auf Plattformen anbieten, die keine solche Vereinbarung mit der Stadt haben, sind Sie selbst für die Abgabe der Ortstaxe und andere Pflichten verantwortlich. Nähere Informationen dazu finden Sie hier: Vermieten von Wohnungen für touristische Zwecke

Mit folgenden Plattformen wurden Vereinbarungen über die Einhebung und Abfuhr der Ortstaxe für die bei diesen registrierten Unterkunftgeberinnen und Unterkunftgeber abgeschlossen: HomeAway mit Wirksamkeit ab 1. August 2018, befristet bis Ende 2021.

Rechtliche Grundlage

Wiener Tourismusförderungsgesetz (WTFG)

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Rechnungs- und Abgabenwesen (Magistratsabteilung 6)
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