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Aufteilung der gesamten Heiz- und Warmwasserkosten auf die einzelnen Nutzungsobjekte - Antrag

Allgemeine Informationen

Das Verfahren auf Überprüfung der Aufteilung der gesamten Heiz- und Warmwasserkosten auf die einzelnen Nutzungsobjekte und die Feststellung des richtigen Aufteilungsschlüssels sowie auch die Entscheidung über die allfällig beantragte Rückforderung auf Grund des falsch festgesetzten Verteilungsschlüssels zuviel bezahlter Beträge kann auf Antrag bei der Schlichtungsstelle eingeleitet werden.

Voraussetzung für die Einleitung eines Verfahrens nach dem HeizKG ist, dass mindestens 4 Nutzungsobjekte von einer gemeinsamen Wärmeversorgungsanlage mit Wärme versorgt werden
und
dass diese Nutzungsobjekte mit Vorrichtungen zur Ermittlung der Verbrauchsanteile für Heizung und/oder Warmwasser ausgestattet sind.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Im Verfahren muss Folgendes beachtet werden:

  • Wärmeabnehmer*innen sind diejenigen, die ein mit Wärme versorgtes Nutzungsobjekt
    • als Eigentümer*innen des gesamten Gebäudes
    • als diejenigen, die ihr Nutzungsrecht von den Eigentümer*innen des Gebäudes ableiten (insbesondere die Hauptmieter*innen) oder
    • als Wohnungseigentümer*innen nutzen.
  • Wärmeabgeber*innen sind bei einem Miethaus die EigentümerInnen, bei Wohnungseigentum die Eigentümergemeinschaft, im Fall von Einzellieferungsverträgen zwischen den Wohnungsinhaber*innen und den Wärmeerzeuger*innen diese.

Fristen und Termine

Wenn die Wärmeabnehmer*innen nicht spätestens 6 Monate nach Rechnungslegung gegen die gehörig gelegte Abrechnung schriftlich begründete Einwendungen erheben, gilt die Abrechnung im Verhältnis zwischen Wärmeabgeber*innen und Wärmeabnehmer*innen als genehmigt.

Zuständige Stelle

Schlichtungsstelle (MA 50)
19., Muthgasse 62
Telefon: +43 1 4000-74498

Dezernat II - Sanierung, WEG, WGG, Mietzinsüberprüfung im Förderungsrecht, HeizKG
E-Mail: ks@ma50.wien.gv.at

Geschäftszeiten:
Montag bis Donnerstag, 7.30 bis 15.30 Uhr, Freitag bis 13 Uhr

Erforderliche Unterlagen

Der formgebundene Antrag sollte nach der Heizkosten-Antragsverordnung, BGBl. Nr. 581/1994 Folgendes enthalten:

  • Name und Anschrift der Antragsteller*innen: Zur Antragstellung sind sowohl alle Wärmeabnehmer*innen als auch alle Wärmeabgeber*innen berechtigt.
  • Name und Anschrift der Antragsgegner*innen:
    • Bei Antragstellung durch die Hauptmieter*innen als Wärmeabnehmer: der Eigentümer des ganzen Gebäudes
    • Bei Antragstellung durch die Altmieter*innen (Mietvertragsabschluss vor Wohnungseigentumsbegründung) die Eigentümergemeinschaft
    • Bei Antragstellung durch die Wohnungseigentümer*innen: die Eigentümergemeinschaft
    • Bei Antragstellung durch die Wärmeabgeber*innen oder Wärmeabnehmer*innen: alle (anderen) Wärmeabnehmer*innen

Die MieterInnen der Wohnungseigentümer*innen, deren Vertrag nach der Wohnungseigentumsbegründung abgeschlossen wurde, können daher keinen Antrag nach dem HeizKG stellen.

Inhalt des Antrags

Im Antrag muss behauptet und (im weiteren Verfahren) bewiesen werden, dass die Aufteilung der gesamten Heiz- und Warmwasserkosten auf die einzelnen Nutzungsobjekte in verbrauchsabhängige (nach abgelesenen oder rechnerisch ermittelten Verbrauchsanteilen) und verbrauchsunabhängige (nach der beheizbaren Nutzfläche) Kosten unrichtig ist und die Feststellung des richtigen Aufteilungsschlüssels begehrt werden. Wird auf Grund des falsch festgesetzten Verteilungsschlüssels nicht nur die Feststellung des richtigen Verteilungsschlüssels, sondern auch die Rückforderung allfälliger, zuviel bezahlter Beträge begehrt, so ist der Antrag mit § 37 Abs. 4 Mietrechtsgesetz (MRG) zu verbinden.

Beilagen zum Antrag

  • Antragstellung durch die Wärmeabnehmer*innen:
    • Bekämpfte Wärmekostenabrechnung
    • Kopie des Miet- oder Nutzungsvertrages
  • Antragstellung durch die Wärmeabgeber*innen:
    • Kopie der Mieterliste
  • Falls sich die Antragsteller*innen vertreten lassen: Vollmacht der Vertreter*innen (ausgenommen Rechtsanwält*innen, Notar*innen, Immobilienmakler*innen, Immobilienverwalter*innen, Wirtschaftstreuhänder*innen, wenn sie sich auf die erteilte Vollmacht berufen).

Fehlen in dem Antrag Angaben und Dokumente erfolgt eine Aufforderung der Behörde, diese nachzureichen. Wird dieser Aufforderung nicht entsprochen, muss damit gerechnet werden, dass der Antrag zurückgewiesen wird.

Kosten und Zahlung

Die Antragstellung sowie das weitere Verfahren ist kostenlos.

Zusätzliche Informationen

Diese Informationen können nur eine Hilfe bei der Antragseinbringung sein, eine juristische Beratung jedoch nicht ersetzen.

Rechtliche Grundlagen:

Kontakt

Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten

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