Errichtung von Fahrrad- und Scooterabstellplätzen auf nicht öffentlichem Grund - Förderungsantrag

Allgemeine Informationen

Das sichere und komfortable Abstellen von Fahrrädern und Scootern trägt wesentlich zur Nutzung dieser Fortbewegungsmittel als innerstädtisches Verkehrsmittel bei. Daher sollen an den Zielen und Quellen der Fahrt sichere Abstellplätze für Fahrräder und Scooter geschaffen werden. Unter sicheren Abstellplätzen versteht man die Möglichkeit, den Fahrradrahmen/Scooterrahmen direkt an der Abstellanlage diebstahlgeschützt absperren zu können. Das Förderprogramm soll Anreize zur Umsetzung bieten.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Juristische oder natürliche Personen können die Förderung beantragen.

Der Abstellplatz für Fahrräder oder Scooter muss sich auf einer privaten Fläche in Wien befinden, den Bewohnerinnen und Bewohnern zugänglich sein und mindestens fünf Jahre erhalten bleiben. Das Abstellen sowie das Entnehmen von Fahrrädern und Scootern muss einfach und schnell möglich sein. Befinden sich die Abstellplätze in Betriebsstätten mit Besucherverkehr muss die Anlage zu den Betriebszeiten öffentlich zugänglich sein und ebenfalls fünf Jahre erhalten werden.

Fahrradabstellplätze
Um Fördergelder zu erhalten, müssen die fertig gebauten Anlagen den Kategorien A,B oder C oder gleichartigen Modellen entsprechen und sind definitiv mit dem Untergrund zu verbinden (eingraben, einbohren, gedübelt und geschraubt). Überdachte Anlagen müssen auf mindestens drei Seiten (Dach, Rückseite und zumindest eine Seitenfläche) einen Regenschutz aufweisen. Die Dachkonstruktion muss gleichzeitig mit dem Abstellplatz errichtet und auf der Rechnung ausgewiesen werden.

  • Kategorie A (Fahrradbox): Stabiles rechteckiges Gehäuse mit Dach und Seitenwänden aus Stahlblech oder ähnlichem Material, korrosionsgeschützt mit sperrbarer Türe sowie einer Führungsschiene und Halterung zur diebstahlsicheren und wettergeschützten Aufbewahrung eines Fahrrades; Mindestabmessungen zirka 80 Zentimeter Breite, 1,25 Meter Höhe, 2,05 Meter Länge. Muster: 124 KB PDF
  • Kategorie B (Radbügel mit Anlehnmöglichkeit):
    • Typ 1 (Modell Stadt Wien): Stabiler korrosionsgeschützter Stahlrohrbügel (oder ähnliches Material); Mindestabmessung zirka 85 Zentimeter Höhe, 1 Meter Länge; Rohrdurchmesser zirka 6 Zentimeter, gemäß Typ: Modell Stadt Wien. Muster: 328 KB PDF
    • Typ 2 (Sonstige Abstellplätze): Stabile korrosionsgeschützte Stahlkonstruktion (oder ähnliches Material), die ein diebstahlgesichertes und beschädigungsfreies Abstellen eines Fahrrades ermöglicht. Die Möglichkeit zum Absperren des Fahrradrahmens direkt an der Radabstellanlage muss gegeben sein. Muster: 181 KB PDF
      Anmerkung: Es muss die Möglichkeit bestehen, den Rahmen (Gabel) des Fahrrades an der Radabstellanlage anzulehnen.
  • Kategorie C (Doppelstockanlage): Ausreichender Radabstand; stabile feuerverzinkte Stahlkonstruktion; leichte stabile Führungsschiene für den oberen Einstellbereich; kippsichere Aufbewahrung in beiden Ebenen; leichte Bedienbarkeit mit geringem Kraftaufwand. Muster: 195 KB PDF

Scooterabstellplätze
Um Fördergelder zu erhalten, müssen die fertig gebauten Anlagen definitiv mit dem Untergrund/derWand verbunden sein (eingegraben, eingebohrt, gedübelt und geschraubt). Der Scooter muss sicher gegen Umfallen und Beschädigung abgestellt werden können. Jeder Abstellplatz muss versperrbar sein. Muster: 1 KB PDF

Nicht gefördert wird:

  • Die Herstellung eines tragfähigen Untergrundes (Fundament) oder die Adaptierung eines Raumes für die Schaffung einer überdachten Anlage. Abstellplätze, die in Räumen (Kellerabteil, Garage) errichtet werden, gelten für die Auszahlung der Förderung nicht als überdacht.
  • Die Ausstattung von verpflichtenden Abstellräumen gemäß § 119 Abs. 5 der Bauordnung für Wien idgF.
  • Alle Arten von Hängevorrichtungen und Wandhalterungen für Fahrräder. Bei Scooterabstellanlagen ist eine Wandmontage möglich.
  • Alle Arten von Anlagen, die kein standsicheres Abstellen des Fahrrades oder des Scooters ermöglichen (Beschädigung durch Umfallen, Verbiegen der Felgen). Halterungen dürfen nicht die Ursache für Beschädigungen von Fahrrad und Scooter sein.
  • Erhaltungsarbeiten an bestehenden Fahrrad- und Scooterabstellplätzen.
  • Scooter- oder Fahrradabstellplätze, bei denen der Vorderreifen nur in einen Schlitz geschoben wird oder ähnliches Haltesystem.

Fristen und Termine

Der schriftliche Förderantrag muss nach der Fertigstellung aller Arbeiten für die Errichtung eines Fahrrad- oder Scooterabstellplatzes bei der Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) samt den erforderlichen Beilagen (Rechnung und Fotos) innerhalb eines Jahres eingereicht werden.

Zuständige Stelle

Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28)
17., Lienfeldergasse 96
Telefon: +43 1 4000-49600
Fax: +43 1 4000-99-49610
E-Mail: post@ma28.wien.gv.at

Kontakt und KundInnenzentrum der Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr
Am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 8 bis 12 Uhr; an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Verfahrensablauf

Einreichung, Entscheidung und Auszahlung der Förderung
Die Förderung kann erst nach der Errichtung der Anlage beantragt werden. Die Unterlagen müssen innerhalb eines Jahres nach Fertigstellung eingereicht werden.

Im Zuge einer Ortsbesichtigung wird auf Basis der in der vorliegenden Richtlinie genannten Kriterien von der MA 28 entschieden, ob die Anlage im Rahmen der zur Verfügung stehenden Budgetmittel gefördert werden kann. Es muss das Einverständnis vorliegen, die Anlage (überdacht oder nicht überdacht) in ordentlichem und gebrauchsfähigem Zustand auf fünf Jahre zu erhalten und während dieser Zeit nach Aufforderung durch die zuständige Magistratsabteilung die Zugänglichkeit für etwaige Kontrollen zu gewährleisten.

Die Auszahlung erfolgt, wenn sämtliche Unterlagen eingebracht worden sind. Der Antrag muss unter Bekanntgabe der Bankverbindung, Telefonnummer und E-Mail-Adresse der Antragstellerin bzw. des Antragstellers an die MA 28, 17., Lienfeldergasse 96 gerichtet werden.

Die Entscheidung auf Zuerkennung der Förderung erfolgt nach den genannten Kriterien sowie nach Maßgabe der verfügbaren Budgetmittel. Auf die Gewährung von Fördermitteln besteht kein Rechtsanspruch.

Erforderliche Unterlagen

  • Die Kosten der Errichtung der Anlage müssen mittels Rechnung (mit Ortsbezug) belegt sein und diese oder eine Kopie davon muss dem Antrag beigelegt werden.
  • Ein Fotonachweis der errichteten Anlage muss dem Antrag unbedingt beigelegt werden.
  • Zustimmung der Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümer
  • Baubewilligungsbescheid

Kosten und Zahlung

Der Antrag ist gebührenfrei.

Ausmaß der Förderung:
Gefördert wird pro errichtetem Fahrrad- oder Scooterabstellplatz der den genannten Voraussetzungen entspricht. Bei Fahrrädern in den Ausführungskategorien A, B oder C. Die Auszahlung erfolgt als einmaliger Pauschalbetrag.

  • Kategorie A (Fahrradbox)
    Barrierefrei: 232 Euro pro Abstellplatz
    Nicht barrierefrei: 186 Euro pro Abstellplatz
    Die Auszahlung der Fördermittel dürfen die Nettoerrichtungskosten nicht übersteigen.
  • Kategorie B (Radbügel mit Anlehnmöglichkeit)
    Ohne Dach, barrierefrei: 83 Euro pro Abstellplatz
    Ohne Dach, nicht barrierefrei: 70 Euro pro Abstellplatz
    Mit Dach, barrierefrei: 166 Euro pro Abstellplatz
    Mit Dach, nicht barrierefrei: 138 Euro pro Abstellplatz
    Die Auszahlung der Fördermittel dürfen die Nettoerrichtungskosten nicht übersteigen.
  • Kategorie C (Doppelstockanlage)
    Ohne Dach, barrierefrei: 100 Euro pro Abstellplatz
    Ohne Dach, nicht barrierefrei: 80 Euro pro Abstellplatz
    Mit Dach, barrierefrei: 200 Euro pro Abstellplatz
    Mit Dach, nicht barrierefrei: 160 Euro pro Abstellplatz
    Die Auszahlung der Fördermittel dürfen die Nettoerrichtungskosten nicht übersteigen.
  • Scooter
    Barrierefrei: 32 Euro pro Abstellplatz
    Nicht barrierefrei: 26 Euro pro Abstellplatz
    Die Auszahlung der Fördermittel dürfen die Nettoerrichtungskosten nicht übersteigen.

Erledigungsdauer

Zu beachten: nur vollständige Anträge (alle erforderlichen Unterschriften und sonstige Beilagen) ermöglichen eine rasche Erledigung und beschleunigen das Verfahren.

Formular

Zusätzliche Informationen

Widerruf der Förderung
Die Zuerkennung der Fördermittel wird widerrufen, wenn der Fahrrad- Scooterabstellplatz

  • innerhalb der Fünfjahresfrist entfernt wird,
  • eine zweckfremde Nutzung erfolgt oder
  • nicht in ordentlichen und gebrauchsfähigen Zustand ist.

Die Antragstellerin bzw. der Antragsteller ist verpflichtet, mögliche Gründe für einen Widerruf der MA 28 unverzüglich schriftlich bekannt zu geben. Im Fall des Widerrufs muss ein ausbezahlter Zuschuss binnen 14 Tagen zurückgezahlt werden.

Definition Barrierefreiheit: Als barrierefrei wird definiert, wenn das Fahrrad zum Erreichen der Fahrradabstellanlage nicht gehoben werden muss, sondern geschoben werden kann (z. B. kraftschlüssige Rampe bzw. Schieberille).

Homepage: Straßen Wien

Verantwortlich für diese Seite:
straßen wien (Magistratsabteilung 28)
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