Hilfe in besonderen Lebenslagen - Antrag

Allgemeine Informationen

Im Einzelfall und nach individueller Prüfung können Menschen in einer Notlage eine Förderung als Hilfe in besonderen Lebenslagen erhalten, z. B. für

  • Mietrückstände (zur Abwendung einer Delogierung)
  • Instandsetzung der Wohnung und Installationen
  • Beschaffung einer Unterkunft
  • Kosten im Zusammenhang mit der Energieversorgung
  • Nachzahlung von Pensionsbeiträgen zur Erlangung einer Pension

Voraussetzungen

  • Österreichische Staatsbürgerschaft oder rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich für einen Zeitraum von mehr als drei Monaten
  • Lebensmittelpunkt und Hauptwohnsitz(meldung) in Wien sowie tatsächlicher Aufenthalt in Wien
  • Notlage auf Grund besonderer persönlicher, familiärer oder wirtschaftlicher Verhältnisse oder infolge außergewöhnlicher Ereignisse, die trotz des Einsatzes eigener Mittel und Kräfte nicht überwunden werden kann.

Fristen und Termine

Ein Antrag um Förderung als Hilfe in besonderen Lebenslagen kann bei Eintritt der Notlage gestellt werden.

Zuständige Stelle

Sozialzentrum des jeweiligen Wohnbezirkes

Wer in Krisen und prekären Lebens- und Wohnsituationen Beratung und Betreuung braucht, kann sich an diplomierte SozialarbeiterInnen in den Sozialzentren wenden.

Verfahrensablauf

Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag mit den kopierten Unterlagen kann in dem nach der Wohnadresse zuständigen Sozialzentrum abgegeben, in den Postkasten des Sozialzentrums eingeworfen oder mit der Post an das Sozialzentrum geschickt werden. Nach Abschluss des Prüfverfahrens wird die Entscheidung schriftlich mitgeteilt. Auf Hilfe in besonderen Lebenslagen besteht kein Rechtsanspruch. Unvollständige Anträge können nicht bearbeitet werden.

Erforderliche Unterlagen

Folgende Unterlagen von allen im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen müssen dem Antrag in Kopie beigefügt werden:

  • Identitätsnachweis (Lichtbildausweis)
  • Personaldokumente (Meldebestätigung, Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis bzw. Aufenthaltstitel/Anmeldebescheinigung oder Anerkennungsbescheid, Heiratsurkunde, rechtskräftiges Scheidungsdekret, Vergleich)
  • Aktuelle Einkommensbelege, aus denen das monatliche Nettoeinkommen ersichtlich ist (Lohnbestätigung, Pensionsbescheid, Bescheide über Beihilfen, Alimentations- oder Unterhaltszahlungen, Mitteilung des AMS und Terminkarte, Krankengeld, Kinderbetreuungsgeld, sonstige Einkünfte)
  • Mietbelege (Mietvertrag, Nachweis über die Höhe der aktuellen Miete, Mietaufschlüsselung, Mietzins-/Wohnbeihilfebescheid)
  • Nachweise über beantragte Leistungen (Anträge auf Pension, Leistungen des AMS, Leistungen der Krankenkasse (z. B. Kinderbetreuungsgeld, Krankengeld, Wohnbeihilfe der MA 50, Unterhalt, sonstige Anträge auf einen Anspruch auf ein Einkommen)
  • Nachweise über Vermögen (z. B. PKW, Sparguthaben, Bausparverträge, Lebensversicherungen, Pensionsvorsorge, Haus- und Grundbesitz usw.)
  • Begründung des Antrages (z. B. Ursache der Notlage, was wurde zu deren Überwindung bereits versucht, was wird benötigt, eventuell Kostenvoranschläge beifügen usw.)

Kosten und Zahlung

Keine

Erledigungsdauer

Die Dauer der Erledigung richtet sich danach, ob alle Unterlagen vollständig und fristgerecht vorgelegt wurden.

Zusätzliche Informationen

Für bereits geleistete Zahlungen kann keine finanzielle Unterstützung erfolgen.

In finanziellen Notlagen können auch folgende Leistungen der Mindestsicherung beantragt werden:

Das Formular für den Antrag um Förderung als Hilfe in besonderen Lebenslagen wird an den Rezeptionen der Sozialzentren ausgegeben.

Rechtliche Grundlagen:

Homepage: Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht

Verantwortlich für diese Seite:
Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (Magistratsabteilung 40)
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